Tiere im Winter – Überlebensstrategien im Sachunterricht entdecken

Mütze auf, Schal um den Hals und Heizung an – wir Menschen sind bestens auf den Winter vorbereitet. Doch wie machen das eigentlich Reh, Igel, Eichhörnchen und Co.?

Während sich manche Tiere monatelang zurückziehen, bleiben andere auch bei Minusgraden putzmunter. Im Sachunterricht wird daraus eine spannende Entdeckungsreise: Wie überleben Tiere im Winter und welche cleveren Strategien hat die Natur dafür entwickelt?

Reh Schnee

Was auf dieser Seite zu finden ist

Vier Strategien gegen die Winterkälte

Tiere im Winter überleben auf unterschiedliche Weise. Igel halten Winterschlaf, Eichhörnchen Winterruhe und wechselwarme Tiere wie Frösche fallen in Winterstarre. Winteraktive Tiere wie Füchse suchen weiterhin Nahrung. Manche Vogelarten ziehen in wärmere Gebiete.

Vier dieser Überwinterungsstrategien schauen wir uns genauer an:

Winterschlaf: Igel, Fledermäuse und Siebenschläfer senken Körpertemperatur, Herzschlag und Atmung deutlich. So sparen sie Energie und leben von ihren Fettreserven.

Winterruhe: Eichhörnchen und Dachse ruhen viel, werden aber regelmäßig aktiv. Eichhörnchen suchen dann nach ihren versteckten Vorräten.

Winterstarre: Frösche, Kröten und Eidechsen werden bei Kälte nahezu bewegungsunfähig und überwintern in frostgeschützten Verstecken.

Winteraktiv: Füchse, Rehe und Hasen bleiben wach. Ihr dichtes Winterfell schützt vor Kälte, während sie weiterhin Nahrung suchen.

Ausführlichere Informationen bietet unser Blogbeitrag „Einfach erklärt: Winterschlaf“.

igel

Tiere im Winter – fünf Ideen für den Sachunterricht

Wie stark verlangsamt sich der Herzschlag eines Igels? Und warum sind geschützte Winterquartiere so wichtig? Mit kleinen Experimenten und spielerischen Aufgaben werden die Überlebensstrategien der Tiere greifbar.

Arbeitsmappe Wald zum Download – Die Arbeitsmappe bietet spannende Aufgaben und Experimente rund um den Wald und seine Bewohner. Besonders die Themen Winterschlaf und Überwinterung lassen sich damit im Sachunterricht vertiefen.

1. Herzschlag und Atmung – der Igel auf Sparflamme

Im Winterschlaf fährt der Igel seinen Stoffwechsel deutlich herunter. Doch wie groß ist der Unterschied?Puls messen

Die Kinder klopfen zunächst dreimal pro Sekunde auf den Tisch – so schnell schlägt das Herz eines wachen Igels ungefähr. Anschließend klopfen sie nur noch einmal alle sechs Sekunden und stellen damit den verlangsamten Herzschlag während des Winterschlafs nach.

Der Aha-Effekt: Aus etwa 180 Herzschlägen pro Minute werden im Winterschlaf zeitweise nur rund zehn! Auch die Atmung verlangsamt sich erheblich.

Anschließend können die Kinder ihren eigenen Puls und ihre Atemfrequenz messen und vergleichen.

2. Ein warmer Platz für den Winterschlaf

Warum sind geschützte Winterquartiere so wichtig?

Zwei gleich große Schraubgläser werden mit der gleichen Menge warmen Wassers gefüllt. Eines wird in eine Wolldecke gewickelt, das andere bleibt ungeschützt. Nach etwa 15 Minuten messen die Kinder die Wassertemperatur in beiden Gläsern. Das Befüllen der Gläser übernehmen Erwachsene.

Der Aha-Effekt: Die Wolldecke verlangsamt den Wärmeverlust. So lässt sich veranschaulichen, warum isolierende Materialien auch für Winterquartiere wichtig sind.

3. Eichhörnchen auf Vorratssuche

Im Herbst verstecken Eichhörnchen zahlreiche Nüsse und Samen. Aber finden sie später alles wieder?Eichhoernchen mit Nuss

Jedes Kind versteckt fünf Nüsse auf dem Schulgelände. Nach einer Unterrichtsstunde beginnt die Suche. Wie viele Vorräte tauchen wieder auf?

Schon gewusst? Aus manchen vergessenen Samen können später neue Bäume wachsen.

4. Auf den Spuren der Wintertiere

Fußabdrücke im Schnee, angeknabberte Zapfen oder Federn verraten, welche Tiere unterwegs waren.

Mit Tierspuren-Stempeln und Modelliermasse entstehen eigene Abdrücke. Anschließend vergleichen die Kinder die Spuren und ordnen sie den passenden Tieren zu.

Auch Zapfen sind spannende Fundstücke: Wurde daran genagt oder wurden die Schuppen herausgerissen? Solche Fraßspuren können Hinweise auf Eichhörnchen, Mäuse oder Vögel geben.

5. Eine Futterglocke für Wintergäste

Welche Vögel bleiben im Winter bei uns? Selbst gemachte Futterglocken bieten eine schöne Gelegenheit, heimische Standvögel zu beobachten.

Mit kleinen Tontöpfen, geeignetem Vogelfutter und ungesalzenem Fett entstehen praktische Futterstellen. Das Erwärmen und Einfüllen übernehmen Erwachsene.

Anschließend dokumentieren die Kinder, welche Vogelarten zu Besuch kommen.

Eine passende Anleitung gibt es in unserem Beitrag „Meisenknödel selber machen“.

Kleine und große Winterforscher

Das Thema bietet für jede Klassenstufe passende Herausforderungen.

Klasse 1 und 2: Tierbilder zuordnen, Fell und Federn untersuchen oder aus Naturmaterialien geschützte Winterquartiere gestalten. Auch Bewegungsspiele helfen dabei, die Herausforderungen der Tiere nachzuempfinden.

Klasse 3 und 4: Temperaturen messen, Herzschlag und Atmung vergleichen oder anhand von Rechenbeispielen untersuchen, wie viel ein junger Igel vor dem Winter zunehmen muss. Auch Gefahren durch Straßenverkehr, Zäune oder fehlende Rückzugsorte bieten spannenden Gesprächsstoff.

So verbinden sich Sachunterricht, Mathematik, Bewegung und Naturbeobachtung zu einer abwechslungsreichen Unterrichtseinheit.

Frosch im Laub

Arbeitsblätter zu Waldtieren im Winter

Wer hat am Zapfen geknabbert? Welches Tier hinterlässt diese Spur im Schnee? Und wie kommen die Waldbewohner durch die kalte Jahreszeit? Mit den folgenden Einblicken in unsere Arbeitsmappe Wald zum Download könnt ihr das Thema im Sachunterricht vertiefen.

Knabberspuren an Zapfen entdecken

Ein angeknabberter Zapfen erzählt eine kleine Geschichte. Die Kinder lernen, wie sich die Fraßspuren von Eichhörnchen, Maus, Specht und Kreuzschnabel unterscheiden. Anschließend untersuchen sie eigene Fundstücke und überlegen, welches Tier daran gefressen haben könnte. Eine schöne Ergänzung zur Spurensuche beim nächsten Waldspaziergang!

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Tierspuren erkennen und Bewegungen nachahmen

Welche Spur gehört zu welchem Tier? Beim Zuordnen der Abdrücke ist genaues Hinsehen gefragt. Anschließend kommt Bewegung ins Spiel: Die Kinder stellen die Fortbewegung eines Tieres dar, während die anderen raten. So verbinden sich Beobachten, Lernen und Ausprobieren.

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Waldtiere im Rätsel erkennen

Kupferrotes Fell, lange Ohren oder ein schwarz-weiß gestreiftes Gesicht – anhand kurzer Beschreibungen erkennen die Kinder verschiedene Tiere und ergänzen deren Namen. Aus ausgewählten Buchstaben entsteht zum Schluss ein Lösungswort. Dabei wird das Wissen über Aussehen, Lebensweise und Überwinterung spielerisch gefestigt.

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Noch mehr Waldwissen zum Entdecken

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Ihr möchtet eure Unterrichtseinheit erweitern? Die vollständige Arbeitsmappe Wald zum Download bietet weitere Forschungsaufgaben, Rätsel, Spiele und Experimente für die Grundschule. Neben den Waldtieren geht es auch um Bäume, Regenwürmer und das Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren im Lebensraum Wald.

Hier entdeckt ihr die vollständige Arbeitsmappe Wald in unserem Shop.

Passende Materialien für den Sachunterricht

Ob Tierspuren entdecken, Waldtiere kennenlernen oder den Winterschlaf erforschen – mit den richtigen Materialien wird das Thema „Tiere im Winter“ noch anschaulicher. Diese Produkte bieten abwechslungsreiche Möglichkeiten, das Gelernte spielerisch und kreativ zu vertiefen.

Stempel igel 1 Filztiere

Riesenstempel
Tierspuren

Welche Spuren hinterlassen die Tiere im Wald? Mit den Riesenstempeln entstehen unterschiedliche Tierabdrücke, die sich vergleichen und zuordnen lassen.

Flechtmotiv
Igel

Mit dem Flechtmotiv lassen sich die Unterrichtsinhalte kreativ ergänzen.
Und ganz nebenbei trainieren die Kinder ihre Feinmotorik und Konzentration.

Bastelset Filzbilder
Waldtiere

Beim Gestalten der Waldtiermotive verbinden sich Kreativität und Naturwissen. Eine schöne Ergänzung, um die heimischen Tiere auch gestalterisch kennenzulernen.

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Fazit: Mit allen Sinnen durch den WinterVorratssuche

Ob schlafender Igel, geschäftiges Eichhörnchen oder hungriger Fuchs – die Natur steckt voller cleverer Überlebensstrategien. Durch Experimente, Spiele und Beobachtungen können Kinder diese im Sachunterricht selbst entdecken und ein besseres Verständnis für heimische Tiere und ihre Lebensräume entwickeln.

Und vielleicht wird beim nächsten Winterspaziergang aus einem unscheinbaren Zapfen oder Fußabdruck schon eine spannende Entdeckung!

(07.11.2026/LF)

Macht euch bereit für spannende Winterforschungen im Sachunterricht!

Wollt ihr mit euren Nachwuchs-Forscherinnen und -Forschern noch tiefer in die tierische Winterwelt eintauchen? Klickt euch durch unseren Beitrag Einfach erklärt … Was ist Winterschlaf? oder entdeckt auf unserer Themenseite Spannende Experimente für kleine Forscher viele weitere Anregungen zum Ausprobieren und Begreifen. Wenn ihr den Vögeln draußen helfen möchtet, findet ihr außerdem in unserem Beitrag Vögel füttern im Herbst und Winter die passende Anleitung für selbstgemachte Futterglocken.

Alles für eure tierischen Unterrichtseinheiten findet ihr direkt bei uns im Shop.

Welche Tierspuren oder Überwinterungskünstler haben eure Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof schon entdeckt? Tauscht euch mit uns auf Facebook oder Instagram unter dem Hashtag #alsverlag aus und markiert uns auf euren Fotos. Wir freuen uns riesig auf eure Eindrücke aus dem Sachunterricht!

 

Häufige Fragen zu Tieren im Winter

Was ist der Unterschied zwischen Winterschlaf und Winterruhe?

Im echten Winterschlaf senken Tiere wie Igel oder Fledermäuse ihre Körpertemperatur und Körperfunktionen drastisch ab. Tiere in Winterruhe wie Eichhörnchen oder Dachse senken ihre Temperatur kaum, wachen regelmäßig auf und fressen an milden Tagen von ihren Vorräten.

Welche Tiere verfallen in die Kältestarre?

Wechselwarme Tiere wie Frösche, Kröten, Eidechsen und Insekten können ihre Körperwärme nicht selbst regulieren. Ihre Körpertemperatur gleicht sich der Umgebung an, sodass sie bei starker Kälte erstarren, bis die Frühlingssonne sie wieder erwärmt.

Wie lässt sich das Thema im Sachunterricht handlungsorientiert gestalten?

Kleine Experimente zur Wärmedämmung mit Decken, Taktklopfen zum Vergleich der Herzfrequenz von Igeln oder das praktische Bestimmen von Tierspuren im Schnee machen biologische Vorgänge für Kinder greifbar.

Wie können Kinder Tieren im Schulgarten oder Außengelände helfen?

Laubhaufen und Totholzecken bieten geschützte Winterquartiere für Igel und Insekten. Zusätzlich ermöglichen sauber gepflegte Futterstellen und Futterglocken die Beobachtung heimischer Standvögel.

 

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