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Im Klassenraum herrscht ungewöhnlich viel Betrieb. Einige Kinder schreiben konzentriert an ihren Artikeln, andere tüfteln an spannenden Überschriften oder sortieren Fotos für die nächste Ausgabe. Am großen Tisch entstehen Zeichnungen für das Titelblatt, während nebenan bereits Fragen für ein Interview gesammelt werden. Aus vielen kleinen Ideen wächst Schritt für Schritt etwas Großes: die erste eigene Schülerzeitung.
Eine Schülerzeitung ist weit mehr als eine Sammlung von Texten. Sie macht den Schulalltag aus einer neuen Perspektive sichtbar, bietet Raum für Kreativität und fördert das gemeinsame Arbeiten. Ob Berichte über Klassenfahrten, Interviews mit Lehrkräften oder Rätsel und Comics – jede Ausgabe erzählt ihre ganz eigene Geschichte und spiegelt das Leben an der Schule wider.
Und genau deshalb passt die Schülerzeitung perfekt in unsere Reihe „Kreative Schulprojekte“: Hier wird nicht nur gelernt, sondern gemeinsam geplant, recherchiert, geschrieben, gestaltet und am Ende ein echtes Ergebnis präsentiert. Ein Projekt, bei dem ganz unterschiedliche Talente gefragt sind und jedes Kind etwas beitragen kann.

Eine Schülerzeitung wird von Schülerinnen und Schülern geplant, geschrieben und gestaltet. Sie informiert über das Schulleben, berichtet über besondere Ereignisse und bietet Platz für eigene
Ideen, Meinungen und kreative Beiträge. Welche Themen in der nächsten Ausgabe erscheinen, entscheidet die Redaktion selbst.
Je nach Schule erscheint die Schülerzeitung mehrmals im Jahr oder zu besonderen Anlässen. Manche Ausgaben werden gedruckt verteilt, andere digital veröffentlicht.
Typische Inhalte sind zum Beispiel:
Eine Schülerzeitung verbindet Kreativität, Lernen und Teamarbeit auf ganz natürliche Weise. Beim Schreiben lernen Kinder, Informationen zu sammeln, verständlich zu formulieren und spannende Geschichten zu erzählen. Gleichzeitig übernehmen sie Verantwortung, planen gemeinsam Projekte und erleben, wie aus vielen einzelnen Ideen eine fertige Zeitung entsteht.
Dabei steht – wie bei vielen unserer kreativen Schulprojekte – das aktive Tun im Mittelpunkt. Die Kinder beschäftigen sich nicht nur theoretisch mit Sprache, Medien und Gestaltung, sondern wenden ihr Wissen unmittelbar an. Aus einer Idee wird ein Artikel, aus einzelnen Beiträgen eine Seite und schließlich aus vielen Seiten eine eigene Zeitung.
Dabei kann jedes Kind seine persönlichen Stärken einbringen. Während einige gerne schreiben oder Interviews führen, fotografieren andere, gestalten das Layout oder entwickeln kreative Illustrationen. So entsteht ein Projekt, bei dem alle ihren Platz finden.
Ganz nebenbei werden viele wichtige Fähigkeiten gefördert:
Und spätestens dann, wenn die erste fertige Ausgabe in den Händen liegt, erleben die Kinder ganz unmittelbar, was sie gemeinsam geschaffen haben. Genau diese Selbstwirksamkeit macht Schulprojekte so besonders.

Wer an einer Schülerzeitung mitarbeitet, entscheidet jede Schule selbst. An Grundschulen beteiligen sich häufig Kinder der 3. und 4. Klassen, die bereits kurze Texte selbstständig verfassen können. Unterstützt werden sie dabei von Lehrkräften und – je nach Projekt – auch von ihren Eltern.
An weiterführenden Schulen arbeiten oft Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen gemeinsam in einer Redaktion. Die Mitarbeit ist in der Regel freiwillig und findet häufig im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft (AG) oder eines Redaktionsteams statt.
Die jungen Redakteurinnen und Redakteure recherchieren Themen, schreiben Artikel, führen Interviews, fotografieren, zeichnen oder gestalten die Seiten der Zeitung. Begleitet werden sie dabei von
einer Lehrkraft, die die Redaktion organisiert und mit Rat und Tat unterstützt.
Dabei muss längst nicht jedes Kind gerne schreiben. Gerade die unterschiedlichen Aufgaben machen die Schülerzeitung zu einem vielseitigen Gemeinschaftsprojekt: Organisationstalente, kreative Köpfe, kleine Reporterinnen und Reporter, Fotofans, Zeichnerinnen und Zeichner oder Technikbegeisterte werden gleichermaßen gebraucht.
Wie oft eine Schülerzeitung erscheint, entscheidet jede Schule selbst. Manche veröffentlichen eine Ausgabe pro Halbjahr, andere sogar mehrere Ausgaben im Schuljahr.
Jede Schülerzeitung beginnt mit einer Idee. Gemeinsam überlegt die Redaktion, welche Themen die Schulgemeinschaft interessieren und worüber berichtet werden soll. Anschließend werden die Aufgaben verteilt – denn eine gelungene Ausgabe entsteht nur im Team.
Für den Einstieg muss es übrigens nicht gleich eine regelmäßig erscheinende Zeitung sein. Auch eine einmalige Sonderausgabe zu einer Projektwoche, einem Schulfest, einem Jubiläum oder einer Klassenfahrt eignet sich wunderbar, um das Projekt zunächst auszuprobieren.
Dabei übernimmt jedes Redaktionsmitglied einen eigenen Aufgabenbereich:
Eine erste Redaktionskonferenz ist dafür der perfekte Start. Hier können die Kinder gemeinsam überlegen: Wie soll unsere Zeitung heißen? Wer soll sie lesen? Welche Themen gehören hinein? Wie viele Seiten möchten wir gestalten? Und wann soll die erste Ausgabe fertig sein?
Eine abwechslungsreiche Schülerzeitung lebt von guten Ideen. Das Beste daran: Die spannendsten Themen finden sich meist direkt vor der eigenen Klassenzimmertür.

Eine Schülerzeitung lässt sich wunderbar mit unterschiedlichen Unterrichtsfächern verbinden. Dadurch wird aus dem Redaktionsteam schnell ein lebendiges Klassenzimmer, in dem Wissen praktisch angewendet wird.
Deutsch
Kunst
Sachunterricht / Gesellschaftslehre
Mathematik
Medienbildung
So verbindet die Schülerzeitung Sprache, Kreativität, Medienkompetenz und organisatorisches Denken in einem einzigen Projekt.
Spannende Inhalte sind wichtig – doch auch die Gestaltung entscheidet darüber, ob eine Zeitung gerne gelesen wird.
Ein klarer Seitenaufbau und gut erkennbare Überschriften helfen dabei, sich schnell zurechtzufinden. Fotos, Zeichnungen und kleine Grafiken lockern längere Texte auf und machen jede Seite abwechslungsreich.
Farben setzen gezielte Akzente, während ausreichend freie Flächen für ein ruhiges und übersichtliches Gesamtbild sorgen. Ein wiederkehrendes Design mit festen Rubriken schafft außerdem einen hohen Wiedererkennungswert und verleiht jeder Ausgabe ihren eigenen Charakter.
Eine schöne Projektidee ist es, gemeinsam ein kleines Gestaltungs-Konzept festzulegen: Welche Farben gehören zu unserer Zeitung? Wie sehen Überschriften aus? Gibt es ein Logo oder ein Maskottchen? Wo stehen Seitenzahlen und Rubriknamen? Sind diese Fragen einmal geklärt, können verschiedene Kinder an unterschiedlichen Seiten arbeiten und trotzdem wirkt am Ende alles wie aus einem Guss.
Hinter jeder Schülerzeitung steckt echte Teamarbeit. Ideen werden gesammelt, Aufgaben verteilt und Beiträge gemeinsam fertiggestellt. Dabei lernen die Kinder, Verantwortung zu übernehmen, sich gegenseitig zu unterstützen und unterschiedliche Meinungen einzubeziehen.
Regelmäßige Redaktionssitzungen helfen dabei, den Überblick zu behalten. Hier werden neue Themen vorgeschlagen, Termine geplant und fertige Artikel besprochen. So wächst aus vielen einzelnen Beiträgen Schritt für Schritt eine Zeitung, auf die das gesamte Team stolz sein kann.
Besonders spannend wird es, wenn die Kinder dabei echte Redaktionsabläufe kennenlernen. Ein Artikel wandert beispielsweise vom ersten Entwurf über die gemeinsame Textkorrektur bis zur Gestaltung und schließlich auf die fertige Zeitungsseite. So erleben die Schülerinnen und Schüler, dass hinter einer Veröffentlichung viele einzelne Arbeitsschritte stecken.
Damit das große Projekt überschaubar bleibt, lässt es sich in einzelne Etappen aufteilen:
Eine Schülerzeitung kann auf ganz unterschiedliche Weise veröffentlicht werden. Die klassische gedruckte Ausgabe hat ihren eigenen Charme: Sie kann in der Schule verteilt, gemeinsam gelesen und als Erinnerung aufbewahrt werden. Für viele Kinder ist es ein besonderer Moment, den eigenen Artikel später tatsächlich auf Papier in den Händen zu halten.
Digitale Ausgaben bieten dagegen neue Möglichkeiten. Sie können auf der Schulhomepage veröffentlicht oder als PDF mit Familien und der Schulgemeinschaft geteilt werden. Dadurch lassen sich Beiträge schnell verbreiten und auch später noch einmal lesen.
Außerdem lassen sich beide Varianten miteinander verbinden. Eine gedruckte Zeitung kann beispielsweise auf zusätzliche digitale Inhalte wie Videos, längere Interviews oder Fotogalerien hinweisen. So kann aus der klassischen Schülerzeitung Schritt für Schritt ein kleines multimediales Redaktionsprojekt werden.
Welche Form am besten passt, hängt von den Möglichkeiten der Schule ab. Manche Redaktionen entscheiden sich für eine gedruckte Zeitung, andere nutzen digitale Wege – und viele verbinden einfach beides miteinander.

Schon kleine Regeln helfen dabei, dass jede Ausgabe übersichtlich, spannend und gut lesbar wird:
Mit jeder Ausgabe sammelt die Redaktion neue Erfahrungen. So entsteht Schritt für Schritt ein eigener Stil, der die Schülerzeitung einzigartig macht.
Ob erste Entwürfe, handgestaltete Titelblätter oder die gedruckte Ausgabe – ein paar Materialien gehören natürlich auch in jede kleine Redaktion.
Für die Innenseiten eignet sich beispielsweise klassisches Druck- und Kopierpapier. Ein etwas stärkeres oder farbiges Papier kann dagegen dem Titelblatt einen besonderen Auftritt geben. Für handgestaltete Collagen, Illustrationen oder erste Layoutentwürfe dürfen natürlich auch Klebestifte, Scheren und kreative Gestaltungsmaterialien nicht fehlen.
Im ALS-Sortiment findet ihr dafür unter anderem:
Und dann fehlen eigentlich nur noch jede Menge Ideen – die bringt die Redaktion am besten selbst mit.
Eine Schülerzeitung ist viel mehr als eine Sammlung von Artikeln. Sie verbindet Kreativität, Sprache, Medien und Teamarbeit auf besondere Weise. Von der ersten Idee bis zur fertigen Ausgabe lernen Kinder, gemeinsam zu planen, zu schreiben, zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen.
Ob spannende Berichte aus dem Schulalltag, lustige Comics, knifflige Rätsel oder interessante Interviews – jede Ausgabe zeigt die Schule aus der Sicht ihrer Schülerinnen und Schüler. Dabei entstehen nicht nur Texte und Bilder, sondern auch Selbstvertrauen, neue Fähigkeiten und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
Mit etwas Planung, vielen Ideen und engagierten Redakteurinnen und Redakteuren entsteht ein Projekt, das die Schulgemeinschaft bereichert und noch lange in Erinnerung bleibt.
Und genau das macht die Schülerzeitung zu einem echten kreativen Schulprojekt: Viele unterschiedliche Talente arbeiten an einem gemeinsamen Ziel – und am Ende entsteht etwas, das nicht nur die Redaktion, sondern die gesamte Schulgemeinschaft lesen, anschauen und erleben kann.
(12.09.2026/LF)
Sucht ihr noch mehr praxiserprobte Ideen für den Unterricht und den Schulalltag? Stöbert durch unsere vielen weiteren Beiträge in der Reihe Kreative Schulprojekte und holt euch frische Impulse für eure Schule.
Damit eure Nachwuchs-Journalisten direkt durchstarten können, findet ihr in unserem Shop alles für die Redaktionswerkstatt – von hochwertigem Kopier- und Druckpapier über farbigen Tonkarton fürs Titelblatt bis hin zu Scheren, Klebestiften und Marker-Sets.
Gibt es an eurer Schule schon eine Schülerzeitung oder plant ihr gerade die erste Ausgabe? Erzählt uns auf Facebook oder Instagram unter dem Hashtag #alsverlag davon und markiert uns auf euren Fotos. Wir freuen uns riesig auf eure Berichte und Titelblätter!
Eine Schülerzeitung lässt sich an unterschiedliche Altersgruppen anpassen. In der Grundschule können beispielsweise kurze Berichte, Interviews, Rätsel und Zeichnungen entstehen. Ältere Schülerinnen und Schüler können zusätzlich umfangreichere Reportagen, Kommentare oder Umfragen übernehmen.
Ja. Für eine Projektwoche eignet sich beispielsweise eine Sonderausgabe zu einem bestimmten Thema oder zum Schulleben. Die Kinder können dabei in kleinen Redaktionsteams arbeiten und am Ende der Woche ihre gemeinsame Zeitung präsentieren.
Besonders gut lassen sich Deutsch, Kunst, Sachunterricht beziehungsweise Gesellschaftslehre, Mathematik und Medienbildung miteinander verbinden. Dadurch eignet sich die Schülerzeitung hervorragend als fächerübergreifendes Projekt.
Nein. Sie kann klassisch auf Papier erscheinen, als PDF veröffentlicht oder über die Schulhomepage bereitgestellt werden. Auch eine Kombination aus gedruckten und digitalen Inhalten ist möglich.
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