Schmetterlinge züchten mit den Bastelknirpsen

Es ist ein lang gehegter Wunsch unserer Bastelknirpse Sarah und Sofia: Wir wollen Schmetterlinge züchten. Live dabei sein und miterleben, wie sich kleine Raupen in wunderschöne Schmetterlinge verwandeln, ist doch sicher ein spannendes Abenteuer.

Wünsche erfüllen finden wir natürlich toll und deshalb haben wir für unsere Bastelknirpse ein Schmetterlingszuchtset besorgt. Darin ist eine große Aufzucht-Voliere (Sarah nennt sie Schmetterlingsgarten) enthalten, in der die Schmetterlinge eine Weile wohnen können. Im Set sind auch noch interessante Infos und eine Lupe zum Beobachten der Tiere. Ready to start? Nicht ganz. Denn es fehlen – na klar – noch die Raupen.

Dafür lag dem Set ein Gutschein bei. Den haben die zwei gleich genommen und die Raupen bestellt. Dann hieß es abwarten, aber zum Glück nicht so lange. Denn schon am 23.06. klingelt der Postmann bei Sarah und Sofia und liefert die Raupen. Jetzt ist die Aufregung natürlich groß.

Alle „Zutaten“ sind da, jetzt kann es losgehen mit dem Schmetterlinge züchten!

Erstmal das Päckchen vorsichtig öffnen und alles checken: Aha, das ist ein kleiner durchsichtiger Plastikbecher, dessen Boden etwa ein ZentimeterIMG 4920 hoch mit einer hellbraunen Masse bedeckt ist. Das ist das Futter für die sechs kleinen Distelfalter-Raupen, die sich träge und langsam auf dieser Masse entlangbewegen.

„Bekommen die Raupen da drin überhaupt Luft“, fragt Sarah und atmet erleichtert auf, als sie die winzigen, kaum sichtbaren Löcher im Becherdeckel entdeckt.

Im Schmetterlings-Kinderzimmer tut sich was

Die nächsten Tage gibts für die Bastelknirpse ordentlich was zu Gucken, denn die kleinen Raupen futtern fleißig ihre Nährmischung und werden immer größer und runder.

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Nach etwa acht Tagen (ob die wohl einen gemeinsamen Kalender haben?) versammeln sich die Raupen alle an der Deckelunterseite und fangen an sich zu verpuppen. Das Verpuppen geht so: Die Raupen hängen an einem selbst gesponnenen Seidenfaden vom Becherdeckel herunter und wickeln sich komplett in diesem seidenen Faden ein. Wie Raupen sehen sie jetzt nicht mehr aus, ja eigentlich noch nicht mal mehr so wirklich lebendig. Aber wir wissen ja aus den Begleit-Infos, dass das nur ein Stadium ist und zum normalen Ablauf gehört.

 

Umzug in die Voliere

Das ist das Signal für uns, dass die Puppen in den Schmetterlingsgarten umziehen dürfen. Dazu braucht man etwas Fingerspitzengefühl, denn dieIMG 5034 Raupen hängen an einem kleinen Vlies, das mit in den Schmetterlingsgarten transportiert werden muss.

Bis sich das Innere der Puppen nun in Falter verwandelt, dauert es einige Tage. Wissenschaftlich ausgedrückt wird das Puppenruhe genannt. Es ist nun also Geduld gefragt! Das ist eigentlich so gar nicht unsere Stärke.

In diesen Tagen gibt es aber trotz der Puppenruhe etwas zu Beobachten. Denn die Farbe der Puppen verändert sich und sie werden von Tag zu Tag dunkler, beinahe schwarz. Schmetterlinge züchten ist echt faszinierend.

Jetzt dauert es bestimmt nicht mehr lange, bis sich der erste Distelfalter zeigt.

Die Schmetterlinge schlüpfen – einfach magisch

IMG 5129Und tatsächlich bahnt sich jetzt das große Finale der Verwandlung an. In der Nacht zum 7.7. schlüpfen alle sechs Schmetterlinge aus ihrem Kokon und sehen zwar noch ein bisschen feucht und faltig, aber doch schon wie echte kleine Schmetterlinge aus.

Es ist interessant zu beobachten, wie sich die kleinen Tierchen langsam vom Schlüpfen (das sicher anstrengend war) erholen. Zur Stärkung stellen wir Obst und Wasser bereit und freuen uns, dass sie es annehmen. Sie stellen sich auf das Obst und versenken ihre Rüssel (die, wenn sie gerade nicht fressen, eingerollt sind) in der Frucht. Wusstet ihr, dass Schmetterlinge mit den Füßen schmecken können? Ah, jetzt ist uns auch klar, warum sie sich auf ihr Essen stellen.

Die Bastelknirpse sagen: Tschüss, ihr schönen Flattermänner, fliegt vorsichtig!

Am nächsten Tag sind die kleinen Falter schon sehr munter und flattern in der Voliere herum. Das zeigt uns, dass sie bereit für die große weiteIMG 8847 Welt sind. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Stolz, dass es alle geschafft haben, öffnen die Bastelknirpse den Reißverschluss am Schmetterlingsgarten und schon ein paar Minuten später begeben sich die kleinen Flattermänner in die Freiheit.

Fazit

Alle sechs Schmetterlinge haben die Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling geschafft. Die Kinder konnten alle Schritte mit ein wenig Unterstützung selbst durchführen und haben alles aufmerksam beobachtet und dokumentiert.

Insgesamt hat das Schmetterlinge züchten vom Bestellen des Zuchtsets und der Raupen am 24.5. über die Ankunft der Raupen am 23.6., dem Verpuppen Ende Juni bis zum Schlüpfen am 7.7. gedauert. In diesem Zeitraum ist einiges passiert. Es ist ein echtes Erlebnis, diese faszinierende Verwandlung live zu erleben. Wir haben viel gelernt und können es jedem uneingeschränkt weiterempfehlen.

 

2 Kommentare

  1. Simone Hofmann sagt:

    Es geht doch nichts über selbst gemachte Erfahrungen. Wer einen solchen Entwicklungsprozess mit eigenen Augen verfolgen konnte, geht danach sicher ein bisschen achtsamer durchs Leben.

    1. Diana sagt:

      Hallo liebe Simone, da hast du vollkommen recht. Auch mich (die Biologie studiert hat und Flora und Fauna ohnehin höchsten Respekt zollt), hat dieses Wunder der Natur sehr berührt und noch achtsamer werden lassen.

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