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Ahoi, ihr Landratten!
Jeder von uns hat ein ganz konkretes Bild vor Augen, wenn das Wort „Pirat“ fällt: Augenklappe, Holzbein, Papagei auf der Schulter und eine geheimnisvolle Schatzkarte. Klar, denn so kennen wir diese Gesellen aus Filmen und Büchern.
Doch wie viel davon stimmt eigentlich? Zeit für das Thema „Piraten für Kinder“, den Anker zu lichten und die sagenumwobene Piratenwelt genauer zu untersuchen!

Piraten sind Seeräuber, die Schiffe auf hoher See überfallen, Waren stehlen oder Lösegeld erpressen. Besonders zwischen dem 17. und frühen
18. Jahrhundert – dem sogenannten Goldenen Zeitalter der Piraterie – machten sie die Weltmeere unsicher.
Die Realität war allerdings deutlich weniger glamourös als es uns heute die Hollywood-Filme weismachen wollen: Das Leben an Bord war hart, gefährlich und oft ziemlich kurz.
Wer denkt dabei nicht sofort an vergrabene Schatzkisten voller Gold? Tatsächlich haben nur die wenigsten Seeräuber ihre Beute irgendwo vergraben.
Viel häufiger wurden erbeutete Waren direkt verkauft oder unter der Mannschaft verteilt. Auch das berühmte „Arrr!“ oder der ständig auf der Schulter sitzende Papagei stammen eher aus Romanen und Filmen als aus den Geschichtsbüchern.
Trotzdem lieben wir dieses Bild – schließlich machen Augenklappe, Säbel und Schatzsuche einfach jede Geschichte spannender.
Kaum eine Figur hat so viele typische Erkennungsmerkmale wie der Pirat.
☠️ Totenkopfflagge (Jolly Roger): Sie sollte Gegner einschüchtern und sie möglichst zur kampflosen Aufgabe bewegen.
🦜 Papagei: Ein echter Piratenklassiker – auch wenn längst nicht jeder Seeräuber einen gefiederten Begleiter hatte.
⚔️ Säbel und Pistolen: Die typischen Waffen im Nahkampf und beim Entern von Schiffen.
🧭 Kompass und Schatzkarte: Ohne Orientierung wäre selbst der beste Seeräuber aufgeschmissen.
🪙 Schatzkisten voller Gold: Eher ein Mythos als Realität, aber aus Geschichten nicht wegzudenken.
👁️ Augenklappe, Holzbein und Hakenhand: Was heute wie das typische Piraten-Outfit wirkt, hatte oft einen ganz praktischen Hintergrund. Viele verloren bei Kämpfen Gliedmaßen oder Augen – Holzbeine, Hakenhände und Augenklappen waren damals einfache Prothesen oder Hilfsmittel.

Einige Piraten haben Geschichte geschrieben – aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Der berühmte Seeräuber lebte vermutlich im 14. Jahrhundert und gehörte zu den sogenannten Vitalienbrüdern. Der Legende nach konnte er einen ganzen Krug Bier („Störtebeker“ bedeutet etwa Stürz den Becher) in einem Zug leeren.
Besonders bekannt ist die Geschichte seiner Hinrichtung: Nachdem er gefangen genommen wurde, soll er kopflos noch an mehreren seiner Männer vorbeigelaufen sein, um ihnen das Leben zu retten. Ob das wirklich passiert ist? Vermutlich nicht – aber gute Piratengeschichten brauchen eben manchmal eine Prise Seemannsgarn.
Edward Low gilt als einer der brutalsten Piraten überhaupt. Er terrorisierte in den 1720er-Jahren den Atlantik und war selbst unter anderen Piraten gefürchtet. Seine grausamen Foltermethoden machten ihn zu einer der dunkelsten Figuren der Piratengeschichte.
Wer glaubt, Pirat-Sein wäre eine reine Männersache, kennt Ching Shih noch nicht. Sie führte Anfang des 19. Jahrhunderts einen mächtigen Piratenverband mit mehreren hundert Schiffen. Ihre Macht war so groß, dass selbst die chinesische Marine sie kaum besiegen konnte. Am Ende beendete sie ihre Karriere erstaunlicherweise friedlich – mit einer Begnadigung durch den Kaiser.
Edward Teach, besser bekannt als Blackbeard, verstand etwas von spektakulären Auftritten. Vor Kämpfen steckte er sich brennende Lunten in seinen schwarzen Bart und wirkte dadurch wie eine Gestalt direkt aus der Hölle. Allein sein Anblick brachte viele Gegner dazu, kampflos aufzugeben. Sein furchteinflößendes Image machte ihn zur wohl bekanntesten Piratenfigur der Geschichte.
Ja – allerdings sehen moderne Piraten ganz anders aus als ihre historischen Vorbilder. Heute überfallen sie vor allem Handelsschiffe in
bestimmten Regionen, etwa vor der Küste Somalias oder im Golf von Guinea.
Dabei geht es meist um Lösegeld oder wertvolle Ladung. Mit Schatzkarten und Papageien hat das allerdings nichts mehr zu tun. Moderne Piraterie ist ein ernstes internationales Sicherheitsproblem.
Auf Föhr (Schleswig-Holstein) veranstalten Adler-Schiffe auf der Nordsee aufwendig inszenierte Piratenfahrten mit Verkleidung, Mutproben, Schatzsuche und Kanonenschuss.
Auf Fehmarn (Schleswig-Holstein) verwandeln sich Kinder ab 4 Jahren in Piraten und stechen mit dem Piratenschiff „Annika“ in See.
Auch auf Sylt (Schleswig-Holstein) ist das Piratenfieber ausgebrochen. Da gibt es Piratenfahrten für Kids und in Westerland können kleine Seeräuber in einer Piratenschule spielerisch ihre Ausbildung absolvieren. Hier werden Schatzkarten gelesen, spannende Abenteuer erlebt und natürlich echte Piratenprüfungen bestanden. Perfekt für kleine Entdecker mit großer Fantasie!
Am Möhnesee (NRW) stechen kleine Piraten in See und es gibt Ferienaktionen mit Piratenquiz, Schatzsuche und Piratenmahl an Bord.
Auf dem Altmühlsee (Bayern) finden aufregende Piratenfahrten statt. Mit Schatzkarte, Flaschenpost, Schatzinsel und echter Schatzsuche.
Auf dem Großen Alpsee (Allgäu) gehen Kinder auf der historischen „Santa Maria Loreto“ als Piraten auf große Fahrt.
Viele der berühmtesten Seeräuber stammen gar nicht aus der Geschichte, sondern aus der Neuzeit.
Dazu gehören unter anderem:
Diese Figuren prägen unser Bild bis heute mindestens genauso stark wie die echten Seeräuber.

Eure Kids sind echte Piratenfans, wollen eine Piratenparty feiern und selbst auf Schatzsuche gehen? Dann haben wir hier genau das Richtige:
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Bastelanleitung für eine Piraten-Spardose |
| Piratennamen-Generator | ![]() |
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Coole Aufgaben für die Schatzsuche |
| Einladung zur Piratenparty | ![]() |
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Schatzkarte zum Ausdrucken |
| Piratenhut basteln | ![]() |
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Eigene Piratenflagge gestalten |
Piraten faszinieren uns seit Jahrhunderten. Sie waren mutig, skrupellos, abenteuerlustig und manchmal auch ziemlich gerissen. Auch wenn die Wirklichkeit deutlich rauer war als in Filmen, lebt der Mythos bis heute weiter – in Büchern, Filmen, Freizeitparks und natürlich bei jeder Schatzsuche im Garten.
Also: Augenklappe auf, Kompass einpacken und immer den Schatz im Blick behalten. Ahoi!
(06.08.2026/DD)
Ladet euch direkt unsere kostenlosen Downloads für Piratenhüte, Schatzkarten und Einladungskarten herunter und startet euer eigenes Piraten-Abenteuer!
Damit eure kleinen Seeräuber für die Feier bestens gerüstet sind, stöbert gerne durch unseren Shop – dort findet ihr kunterbunte Bastelmaterialien, Schulbedarf und tolle Zubehör-Ideen für die perfekte Piratenparty.
Wir sind wahnsinnig gespannt auf eure kleinen Freibeuter! Schickt uns gerne Fotos eurer gebastelten Piratenhüte oder markiert uns auf Facebook oder Instagram. Folgt uns dort für noch mehr Abenteuer-Ideen!
Das Leben an Bord war in der Realität extrem hart, gefährlich und meist recht kurz. Dinge wie das Vergraben riesiger Goldkisten oder ständig sprechende Papageien gehören größtenteils in die Welt der Legenden, wohingegen Augenklappen und Holzbeine nach schweren Kämpfen tatsächlich als einfache Prothesen dienten.
Wenn ihr das Thema Piraten für Kinder im Alltag oder Unterricht aufgreift, verknüpft ihr am besten historische Fakten mit kreativen Aktionen. Neben der Trennung von Fiktion und Wirklichkeit begeistern gemeinsame Schatzsuchen, Logbücher-Basteleien oder knifflige Rätsel.
Die erfolgreichste Anführerin war die Chinesin Ching Shih. Sie befehligte Anfang des 19. Jahrhunderts eine gigantische Flotte aus über 80.000 Piraten und mehreren hundert Schiffen, sodass selbst die kaiserliche Marine sie nicht besiegen konnte.
Die schwarze Flagge mit Schädel und Knochen, auch Jolly Roger genannt, diente vor allem der psychologischen Abschreckung. Wenn ein Schiff geentert werden sollte, sollte die Flagge die gegnerische Besatzung sofort zur kampflosen Aufgabe bewegen.
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