BerufswĂĽnsche von Kindern: Elektroniker/-in

Wer auf Kabelsalat steht, es faszinierend findet, wenn Geräte auf Knopfdruck funktionieren, und dessen Herz höher schlägt, wenn irgendwo ein Stromkreis geschlossen wird, sollte sich mal den Job Elektroniker/-in genauer anschauen.

Was steckt eigentlich genau hinter diesem Beruf?

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Was ihr auf dieser Seite findet

Elektriker, Elektroniker, Mechatroniker – gibt’s da Unterschiede?

Ja, gibt es, auch wenn manche Leute alle in einen Stromkasten werfen.

Elektriker/-in ist eher der alte und umgangssprachliche Begriff und beschreibt meist den handwerklich arbeitenden Profi, der Kabel verlegt, Steckdosen einbaut und fĂĽr Strom im Haus sorgt.

Elektroniker/-in ist die offizielle Bezeichnung für diesen Ausbildungsberuf – und der ist ziemlich vielseitig.

Mechatroniker/-in ist nochmal eine ganz andere Nummer – hier treffen Elektronik, Mechanik und IT aufeinander. Stichworte: Roboter, Autos, Maschinen …

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Was sind die Aufgaben eines Elektronikers / einer Elektronikerin?

Kurz gesagt: Ohne die bleibt’s dunkel und stromlos, denn Elektroniker/-innen

  • installieren elektrische Anlagen, kĂĽmmern sich um die Stromversorgung, Beleuchtung oder Ăśberwachungseinrichtungen in Gebäuden, Automaten, Industrieanlagen oder Telefonsystemen
  • konfigurieren und programmieren Geräte, Steuerungen und richten Systeme und Anlagen ein
  • warten und reparieren Maschinen und sind kompetente Ansprechpartner/-innen bei Störungen, Defekten oder Netzwerkfehlern.

Welche Eigenschaften und Voraussetzungen sollte man fĂĽr diesen Beruf mitbringen?

  • technisches Verständnis
  • handwerkliches Geschick
  • Sorgfalt und Konzentration
  • Teamfähigkeit
  • Lernbereitschaft, denn die Technik entwickelt sich ständig weiter

Wo arbeiten Elektroniker/-innen?

Da gibt es superviele Einsatzgebiete, zum Beispiel in großen Industrieunternehmen, im Handwerk (z. B. auf Baustellen), auf Kreuzfahrtschiffen (ja, echt jetzt!), bei Raumfahrtagenturen (gut, das ist die Champions League, aber wer weiß …), oder in Start-ups für smarte Haustechnik.

Wie wird man Elektroniker/-in?

Der klassische Weg ist die duale Ausbildung: 3,5 Jahre Theorie und Praxis, Blockunterricht in der Berufsschule plus Ausbildung im Betrieb. Je nach Betrieb wird ein Hauptschulabschluss oder ein Realschulabschluss vorausgesetzt (und natĂĽrlich sind auch Fachabi oder Abi gern gesehen).

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Neugierde, Motivation, ein bisschen Spaß an Mathe und Physik sollte man auch im Gepäck haben.

Ausbildungsinhalte

  • Elektrotechnik
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit
  • Montieren, Installieren
  • Messen, PrĂĽfen, Auswerten der Ergebnisse
  • Programmieren von Steuerungen
  • Beraten und Betreuen von Kunden, Service
  • Planen und Organisieren, Qualitätsmanagement
  • Fehleranalyse

Es gibt verschiedene Elektroniker-Ausbildungen – was machen die da so?

Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik: für Strom im Haus, smarte Gebäude, Alarmanlagen etc. sorgen und natürlich alles instand halten und reparieren.

Elektroniker fĂĽr Betriebstechnik: Maschinen warten, reparieren, am Laufen halten.

Elektroniker fĂĽr Automatisierungstechnik: Automaten und Industrieanlagen warten und einstellen. Roboterarme, FertigungsstraĂźen und Steuerungen programmieren und einrichten.

Elektroniker für Informations- und Systemtechnik: Netzwerke, IT- und Kommunikationssysteme konfigurieren, einrichten und reparieren. Kunden bei der Bedienung dieser Geräte unterstützen.

Elektroniker für Geräte und Systeme: an Kontrollsystemen, Feingeräten und medizinischen Geräten arbeiten, Baugruppen anpassen, Programme konfigurieren und Techniker und Ingenieure unterstützen.

Elektroniker fĂĽr Maschinen- und Antriebstechnik: industrielle GroĂźmaschinen herstellen, Systeme und Antriebe warten und mechanische Bauteile montieren.

Weiterbildungsmöglichkeit

Wer Lust auf mehr Verantwortung hat, kann noch eine Schippe drauflegen und den Meisterbrief anvisieren, denn als Meister/-in kann man ausbilden, selbst einen Betrieb führen, größere Projekte leiten und natürlich mehr verdienen.

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Schon gewusst?

  • Bis 2003 hieĂź der Beruf Elektroinstallateur/-in und davor Fernmeldeanlagenelektroniker/-in.
  • Schon Thales von Milet entdeckte im 6. Jahrhundert v. Chr., dass sich Bernstein statisch auflädt, wenn man ihn mit TĂĽchern abreibt. Der Name „Bernstein“ lautet im griechischen „elektron“ und verweist auf diese antike Entdeckung.
  • In der Mitte des 19. Jahrhunderts nutzte man mit der Telegrafie und Galvanik bereits Strom – damals reichten allerdings noch Batterien aus.
  • 1878 wurde die Kohlefadenlampe erfunden, die dann in Privathaushalten fĂĽr elektrisches Licht sorgte.
  • 1929 wurde die Steckdose erfunden, so lieĂźen sich Geräte ganz einfach mit Strom versorgen.
  • Laut Statista war Kanada im Jahr 2024 das Land mit dem höchsten Elektrizitätsbedarf mit 15,5 Megawattstunden pro Kopf. (rund viermal so hoch wie der weltweite Durchschnitt). Zum Vergleich: Deutschland kam auf 5,9 Megawattstunden.
  • Hätten plötzlich alle Autos in Deutschland einen Elektroantrieb, hätten wir laut ADAC einen zusätzlichen Strombedarf von 100 Terawattstunden.

Fazit

Elektroniker/-in ist mehr als nur “ein bisschen Kabel verlegen”. Es ist ein Beruf mit Zukunft, Action, Abwechslung – und jeder Menge Strom! Wer technikbegeistert ist, Lust auf Praxis hat und Langeweile doof findet, hat garantiert Spaß an diesem Job.

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Bis zum nächsten Mal, wenn wir uns einen weiteren spannenden Berufswunsch anschauen!

(26.04.2025/DD)

Traumberufe und was man dafür können muss

In unserer Serie „BerufswĂĽnsche von Kindern – Wenn ich groĂź bin, werde ich …“ findet ihr spannende Infos und Tipps fĂĽr euren Wunschberuf.

 

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