LearningApps-Rätsel: Steinzeit

Hallo zu unserem LearningApps-Rätsel! Diese Woche geht es um Steinzeit-Erfindungen und Entdeckungen! Hier gehts direkt zum Rätsel.

„Uii, das ist ja ein Feuerstein“, entfährt es Opa (seines Zeichens Geologe) beim Spaziergang an der Ostseeküste. Zwischen Muscheln, Steinen und Treibholzstücken greift er zielsicher nach einem glitzernden scharfkantigen Stein. Der achtjährige Jonathan guckt interessiert: „Gehört der Fred Feuerstein?“

Opa grinst und erklärt: „Früher – also ganz früher, in der Steinzeit – hat man damit Feuer gemacht!“ Das lässt den Kleinen staunen. Hatten die keine Streichhölzer?

Nein, die hatten keine Streichhölzer und noch so manch anderes nicht, das uns heute tagtäglich begleitet. Zack, damit beginnt eine spannende Reise in die Welt der Steinzeitmenschen – mit vielen Fragen, Ideen und einer ordentlichen Portion Neugier.

Die Anfänge

In der Altsteinzeit (ca. 2,5 Mio. – 10.000 v. Chr.) lebten die Menschen noch ziemlich wild: Kein Haus, kein Handy, kein Herd. Aber außerordentlich kreativ.

Weil die Menschen hauptsächlich damit beschäftigt waren, zu überleben, waren natürlich Waffen für die Jagd, zur Nahrungszubereitung und zum Selbstschutz superwichtig.

Werkzeuge und Waffen

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Unser Star der Altsteinzeit war eindeutig der Faustkeil. Anfangs ganz schlicht – einfach ein scharfer Stein, direkt in der Hand gehalten, stellte ein multifunktionales Werkzeug dar. Damit ließen sich prima Löcher bohren, Wurzeln ausgraben, man konnte damit Fleisch von Tierknochen entfernen oder Rinde ablösen und natürlich Dinge zerteilen, zerkleinern, zerbröseln und schneiden.

Irgendwann kam wohl jemand auf die glorreiche Idee, den Keil an einem Stock festzubinden und schon war das erste Beil oder ein Hammer entstanden – und war natürlich auch eine prima Waffe.

Wenn das Ziel weiter entfernt war oder man einen größeren Sicherheitsabstand brauchte, waren Speere eine feine Sache. Dafür wurden scharfe Steine als Speerspitzen an Holzstöcke gebunden. Damit ging’s auf Mammutjagd – oder was sonst so an Wild herumstapfte.

Feuer – ein heißer Freund

Das erste Feuer hatten die Menschen nicht selbst erzeugt, sondern eingefangen. Wenn ein Blitz zu einem Feuer führte, hielten sie die Flammen in einer Art Lagerfeuer am Leben. Doch irgendwann erkannten sie, dass sich mit einem Feuerstein Funken erzeugen lassen, die leicht brennbares Material entzündeten.

Dass der Mensch nun in der Lage war, das Feuer selbst zu erzeugen, machte ihn deutlich unabhängiger. Das Feuer hielt wilde Tiere fern, sorgte für Wärme und war als Kochstelle quasi eine Vorstufe zum Herd. Ein brennendes Holzstück erleuchtete die Wege und wurde als Fackel genutzt.

Haute Couture, Schmuck und Kunst

Um kalte Tage und Nächte besser zu überstehen, war Kleidung aus Tierfellen angesagt. Schuhe schützten die empfindlichen Fußsohlen und wurden aus Bast, Gras oder Fell- und Lederresten hergestellt.

Modebewusst waren die Menschen auch damals schon und so entstand Schmuck aus allem, was glänzte oder klimperte: Zähne, Knochen, Stein, Holz.

Gelebt wurde häufig in Höhlen. Die wurden nicht selten mit Wandmalereien verziert, die mehr über das Leben damals verraten als manche Instagram-Story. Und wer keine Höhle hatte, baute sich ein Zelt aus Stöcken und Tierhäuten.

Werkzeuge und Waffen-Upgrade

In der Mittelsteinzeit (ca. 10.000 – 5.000 v. Chr.) verabschiedete sich die Eiszeit langsam, die Welt taute auf – und auch bei den Menschen tat sich was. Denn sie fingen an, ihre Werkzeuge zu verbessern. Alles wurde feiner, spitzer, schärfer. Und so entwickelten findige Jäger Harpunen aus Knochen oder Holz.

Diese langen speerartigen Geschosse waren beim Fischfang super und auch größere Meeressäugetiere ließen sich damit erlegen. Die Widerhaken am Ende der Harpune verhinderten, dass das gefangene Tier entkam.

Außerdem wurde immer mehr zusammengelebt, gelagert und gemeinsam gegessen. Die erste WG der Menschheitsgeschichte?

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Landwirte statt Jäger und Sammler

In der Jungsteinzeit (ab ca. 5.000 v. Chr.) kam richtig Schwung in die Hütte – äh, ins Zelt! Die Menschen wurden sesshaft, entdeckten die Landwirtschaft und bauten nicht nur Werkzeuge, sondern auch ganze Dörfer.

Die Menschen waren nun nicht mehr nur darauf angewiesen ihr Essen per Zufall zu finden, sondern bauten ihre Nahrung gezielt an. Mit der Sichel, die aus einem mehr oder weniger stark gekrümmten Holzstück bestand, ließ sich Getreide ernten und Gras schneiden.

Und dann: – Trommelwirbel – kam das Rad! Ein runder Meilenstein der Geschichte. Damit wurde der Transport von schweren Gütern deutlich leichter.

Schöner wohnen

Auch das Wohnen veränderte sich in der Jungsteinzeit. Es wurde zwar noch immer viel mit Tierhäuten gearbeitet, aber jetzt mit Liebe zum Detail! Es gab vermehrt feste Behausungen und erste Häuser mit Holzgerüsten und Lehm.

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Auch die Höhlenmalerei erlebte ein Comeback – oder besser gesagt, wurde weitergeführt. Die Motive waren bevorzugt wilde Tiere, Jagdszenen und erste Selfies mit rotem Ocker – Kunst, die bis heute überlebt hat.

Wer den Text aufmerksam gelesen hat, kann das folgende Rätsel sicher ganz easy lösen.

Rätsel

Fazit

Die Steinzeit war rau, aber die Menschen waren erfinderisch. Ob mit einem Faustkeil in der Hand, Feuer unterm Braten, Fell am Körper oder Speer in der Beute – die Menschen der Steinzeit waren echte Macher. Sie haben nicht nur überlebt, sondern auch dauernd Neues entdeckt und erfunden und uns somit den Standard ermöglicht, den wir heute haben.

Unsere LearningApps-Rätsel findet ihr hier und tolle Bastelanleitungen hier! Und zu unserem Shop geht es hier entlang. Schaut doch gleich mal rein.

(22.07.2025/DD)

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