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Eigentlich wollten alle Kids nach draußen in den Garten, doch ein heftiger Regenschauer durchkreuzt ihren Plan. Nun drücken sie sich im Gruppenraum die Nasen an der Scheibe platt und beobachten ungeduldig die schweren, grauen Wolken.
Doch plötzlich passiert es: Ein heller Sonnenstrahl bricht durch das Grau, während es draußen noch kräftig weiterprasselt. Ein Kind ruft aufgeregt: „Schau mal, da ist eine bunte Brücke am Himmel!“ Sofort ist die schlechte Laune vergessen und alle Augen starren gebannt auf den leuchtenden Regenbogen.
Doch wie funktioniert die Regenbogen Entstehung eigentlich genau? In unserer Serie „Einfach erklärt“ gehen wir dem Phänomen heute auf den Grund – einfach, verständlich und mit kleinen Experimenten zum Ausprobieren.
Damit ein Regenbogen entsteht, braucht die Natur vor allem zwei Dinge: Sonnenlicht und viele kleine Wassertropfen in der Luft. Treffen beide zusammen, kann aus weißem Sonnenlicht ein bunter Bogen werden.
Noch genauer: Im Tropfen wird das Licht gebrochen, an der Rückseite gespiegelt und beim Austreten in seine Farben aufgeteilt. So werden die Farben sichtbar, die im weißen Sonnenlicht stecken.

Ein Regenbogen verbindet Naturbeobachtung, Farbenlehre und erste Physik. Kinder können staunen, Fragen stellen und selbst ausprobieren: Woher kommen die Farben? Warum sieht man den Bogen nicht immer? Und warum funktioniert das nur, wenn die die Sonne dabei hinter uns steht?
Eigentlich ist das Sonnenlicht gar nicht weiß. Einen Sonnenstrahl könnt ihr euch wie ein Team aus vielen Farben vorstellen: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett. Diese Farbinformationen werden alle gleichzeitig an unser Auge geschickt und vom Gehirn als „weiß“ wahrgenommen.

Wenn dieser Sonnenstrahl nun auf einen Regentropfen trifft, passiert etwas Spannendes in drei Schritten:
Der Regentropfen wirkt also wie ein winziges Prisma, das das Licht einfängt, spiegelt und bunt wieder ausspuckt.


Das Licht kommt aus den Regentropfen in einem ganz bestimmten Winkel zu unseren Augen zurück – ungefähr in einem Winkel von 42 Grad. Wir sehen einen Regenbogen deshalb nur, wenn die Sonne hinter uns steht und Regen oder feiner Sprühnebel vor uns ist.
Alle Tropfen, aus denen Licht in diesem Winkel zu uns zurückkommt, liegen für unser Auge auf einer Kreislinie. Vom Boden aus sehen wir davon meistens nur einen Bogen. Aus einem Flugzeug oder von einem sehr hohen Punkt aus kann ein Regenbogen sogar wie ein vollständiger Kreis wirken.
Damit ihr also einen Regenbogen überhaupt sehen könnt, muss die Sonne immer direkt hinter euch stehen. Ihr schaut also mit der Sonne im Rücken direkt auf die Regenwand vor euch. Nur in dieser Position treffen die reflektierten Strahlen genau in eure Augen.
Die Farben sind immer in derselben Reihenfolge sortiert: Rot ist immer oben (außen), Violett immer unten (innen). Dazwischen folgen Orange, Gelb, Grün, Blau und Indigo.

Damit ihr euch die Reihenfolge besser merken könnt, hilft dieser kleine Satz:
Roger ordnet gerne große blaue Indigo-Vierecke
(Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo, Violett)

Physik versteht man am besten, wenn man sie selbst ausprobiert. Hier sind zwei einfache Experimente, mit denen Kinder den Regenbogen entdecken können:
Wichtig: Beim Experimentieren nie direkt in die Sonne schauen.

Habt ihr schon einmal einen doppelten Regenbogen gesehen? Dann erscheint über dem ersten Regenbogen noch ein zweiter, meist schwächerer Bogen. Er entsteht, wenn manche Lichtstrahlen im Regentropfen nicht nur einmal, sondern zweimal an der Innenseite zurückgeworfen werden.
Dadurch nehmen sie einen anderen Weg durch den Tropfen — und die Farbreihenfolge erscheint umgekehrt. Rot liegt innen, also näher am ersten Regenbogen, Violett außen. Verrückt, nicht wahr?
Wenn ihr also zwei Regenbogen seht, schaut mal genauer hin!
Ein Regenbogen ist also kein Zauber, sondern das Ergebnis von Millionen kleiner Regentropfen, die wie winzige Spiegel und Prismen funktionieren. Er zeigt uns, wie bunt und vielfältig das scheinbar einfache Sonnenlicht eigentlich ist.
(21.05.2026/MP)
Dann bleibt doch noch ein bisschen bei uns und stöbert durch unsere “Einfach erklärt” Reihe oder besucht unsere Themenseite „Spannendes für kleine Forscher“ mit vielen Experimenten und Downloads. Folgt uns auch auf Facebook und Instagram, um keinen Natur-Tipp mehr zu verpassen. Wir freuen uns, wenn ihr vorbeischaut!
Ein Regenbogen entsteht, wenn Sonnenlicht auf viele kleine Wassertropfen in der Luft trifft. Bei der Regenbogen Entstehung wird das Licht im Tropfen gebrochen, gespiegelt und in seine Farben aufgeteilt. So werden Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett sichtbar.
Die Farben eines Regenbogens folgen immer der gleichen Reihenfolge von außen nach innen: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett. Das liegt daran, dass jede Farbe unterschiedlich stark im Wassertropfen abgelenkt wird.
Damit ein Regenbogen sichtbar wird, muss das Licht in einem bestimmten Winkel in die Wassertropfen fallen und von dort zu euren Augen zurückgeworfen werden. Das funktioniert nur, wenn die Sonne hinter euch steht und Regen oder feiner Sprühnebel vor euch ist.
Das Licht kommt aus den Regentropfen in einem bestimmten Winkel zu unseren Augen zurück. Alle Tropfen, die das Licht passend zurückwerfen, liegen für unser Auge auf einer Kreislinie. Vom Boden aus sehen wir meistens nur einen Teil davon – und dieser Teil erscheint als Bogen.
Nein, das ist leider nicht möglich. Ein Regenbogen ist kein festes Objekt, sondern ein optisches Phänomen. Wenn ihr euch bewegt, verändert sich auch der Regenbogen, den ihr seht. Deshalb kann man sein Ende nicht erreichen.
Ja, man kann das Phänomen auch bei Springbrunnen, Wasserfällen oder mit dem Gartenschlauch beobachten. Solange feine Wassertropfen in der Luft sind und die Sonne im richtigen Winkel scheint, können die bunten Farben sichtbar werden.
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