Abonniere unseren Newsletter
Jetzt anmelden und über Angebote, Neuheiten & Basteltipps vom ALS-Verlag immer als Erstes informiert sein!
Dienstag 10:00 Uhr in einer Kita in Frankfurt-Höchst
Blick in die Marienkäfer-Gruppe: Luna weint. So richtig. Tränen, Schluchzen, alles dabei.
Wir alle wissen: Gefühle bei Kindern können wie ein gewaltiger Sturm über sie hereinbrechen. Auf die Frage „Was ist denn los?“ kommt keine Antwort, nur noch mehr Tränen. Trösten? Fehlanzeige. In den Arm nehmen? Kopfschütteln. Alle stehen ein bisschen hilflos daneben. Und Luna? Steckt mitten in einem Gefühlschaos – ganz allein.
Schnitt. Zeitgleich spielt sich in der Schmetterlingsgruppe der Kita diese Szene ab:
Ole weint auch. Dicke Tränen. Aber auf die Frage „Was ist los?“ kommt sofort: „Ich vermisse meine Mama.“ Erzieherin Rita reagiert direkt: „Das verstehe ich.“ Sie nimmt ihn in den Arm. „Wollen wir deiner Mama ein Bild malen?“ Ole nickt. Die Tränen werden weniger.

Beide Kinder sind traurig. Beide brauchen Trost. Aber: Ole kann benennen, was er fühlt. Luna (noch) nicht. Und genau das macht den Unterschied.
Kinder erleben Gefühle oft intensiver als Erwachsene. Wut ist nicht „ein bisschen genervt“, sondern ein innerer Vulkan. Traurigkeit ist nicht „ach schade“, sondern eine riesige graue Wolke.Gefühle bei Kindern
Ein Stück weit: ja. Zumindest so lange, bis sie lernen, sie zu verstehen und zu benennen. Denn wenn sie sagen können: „Ich bin wütend“, „Ich habe Angst“ oder „Ich bin traurig“, haben sie schon den ersten Schritt aus dem Gefühlswirbel geschafft.Gefühle bei Kindern
In dem Moment, in dem Kinder ihre Gefühle benennen und kommunizieren, geschieht etwas ganz Wichtiges:

Kinder erleben eine große Bandbreite an Gefühlen.Gefühle bei Kindern
Zu den häufigsten Emotionen gehört die Wut: Sie entsteht zum Beispiel, wenn etwas nicht gelingt, wenn ein Wunsch unerfüllt bleibt oder wenn sie sich nicht gesehen und gehört fühlen.
Auch Traurigkeit ist ein wichtiger Teil ihrer Gefühlswelt. Sie zeigt sich etwa dann, wenn eine geplante Aktivität ausfällt, eine Bezugsperson fehlt oder sie sich ausgeschlossen oder allein fühlen.

Angst tritt häufig in neuen oder unsicheren Situationen auf – etwa beim ersten Tag im Kindergarten, vor einer ungewohnten Herausforderung oder wenn sie das Gefühl haben, etwas noch nicht zu können.
Eifersucht kann entstehen, wenn sich Kinder mit anderen vergleichen und dabei den Eindruck gewinnen, weniger Aufmerksamkeit, Zuwendung oder Erfolg zu bekommen.
Scham wiederum empfinden Kinder oft, wenn ihnen ein Missgeschick passiert, sie sich bloßgestellt fühlen oder merken, dass sie Erwartungen nicht erfüllen konnten.
Doch nicht nur sogenannte „negative“ Gefühle prägen den kindlichen Alltag: Auch Freude, Begeisterung und Aufregung können so intensiv sein, dass sie Kinder regelrecht überwältigen, sodass sie auch hier eventuell Unterstützung dabei brauchen, ihre Emotionen zu ordnen.
Und oft ist es nicht nur ein einzelnes Gefühl, sondern ein ganzer Mix.

Der Weg führt fast immer über zwei Schritte: Gefühl erkennen und Gefühl benennen. Erst dann kann ein Kind anfangen zu überlegen: „Was hilft mir jetzt?“ Und genau hier kommen dann die Erwachsenen ins Spiel.Gefühle bei Kindern
Manchmal reicht schon ein Satz, der die Kinder in ihrer aktuellen Situation abholt. Mit Fragen wie „Bist du gerade traurig?“ oder Aussagen wie „Ich glaube, du bist richtig wütend, oder?“ wird ein Gefühl benannt, was dem Kind hilft, dieses zu analysieren.
Werden Lösungen angeboten z.B. „Wollen wir etwas malen / bauen / rausgehen?“, erhält das Kind die Möglichkeit, aus seinem Gefühl „auszusteigen“. Und wenn alles nichts hilft, ist es auch gut, einfach nur da zu sein.
Sätze wie „Ist doch nicht so schlimm“, „Du brauchst nicht zu weinen“, „Du musst keine Angst haben“ oder „Jetzt reiß dich mal zusammen“ helfen dem Kind nicht.
Warum? Weil sie das Gefühl des Kindes klein machen, statt dem Kind zu helfen, es zu verstehen.Gefühle bei Kindern

Kinder lernen am besten spielerisch – auch bei Gefühlen:Gefühle bei Kindern
![]() |
![]() |
Gefühle benennen zu können ist keine „nette Zusatzfähigkeit“, sondern eine echte Superkraft. Denn sie hilft Kindern, sich selbst zu verstehen, sich mitzuteilen und Schritt für Schritt mit ihren Emotionen umzugehen.
Oder anders gesagt: Vom hilflosen „Ich weiß nicht, was los ist“ hin zu einem starken „Ich bin traurig – und ich weiß, was mir hilft“. Und genau das macht den Unterschied.Gefühle bei Kindern
(18.04.2026/DD)
Weitere spannende Fachbeiträge und praxisnahe Impulse findet ihr direkt hier in unserem Blog! Viele weitere tolle Themen rund um Kindergarten und Kindertagesstätte findet ihr übrigens hier! Schaut doch gleich mal rein.
Stöbert auch gerne durch unseren Shop für die passenden Materialien.
Wir freuen uns riesig, wenn ihr eure Erfahrungen mit uns teilt: Markiert uns einfach mit @alsverlag auf Facebook oder Instagram!
Wenn wir die Gefühle der Kinder in Worte fassen, machen wir das Unfassbare greifbar. Das Kind fühlt sich verstanden und der Stresspegel sinkt, da die Emotion nicht mehr nur ein beängstigender „Vulkan“ im Inneren ist, sondern einen Namen hat.
Erste Grundemotionen wie Freude oder Wut werden früh erkannt. Die Fähigkeit, Gefühle komplexer zu benennen (wie Scham oder Eifersucht), entwickelt sich meist ab dem 3. oder 4. Lebensjahr intensiv weiter.
Ruhig und präsent bleiben. Statt das Gefühl wegzudrücken („Ist doch nicht schlimm“), hilft es, das Gefühl zu spiegeln: „Ich sehe, dass du gerade richtig wütend bist.“ Das validiert das Erleben und hilft bei der Regulation der Gefühle.
Ein Sorgenfresser ist ein kleiner, kuscheliger Helfer, dem Kinder ihre Ängste anvertrauen können. Die Sorgen werden aufgeschrieben oder gemalt und im „Bauch“ des Monsters sicher verstaut – das entlastet die kindliche Seele sofort und schafft Raum für positive Gedanken.
Solche Sätze sind zwar gut gemeint, bewirken aber oft das Gegenteil: Das Kind fühlt sich in seiner Wahrnehmung nicht ernst genommen. Besser ist es, die Angst anzuerkennen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, um die Kinder sanft zu begleiten.
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen