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Zwischen technischem Fortschritt und Rückbesinnung auf das Analoge – Versuch einer kritischen Bestandsaufnahme.
Tablets in der Kita, Lern-Apps in der Grundschule, Elternkommunikation per App: Die Digitalisierung hat auch diese Lebensbereiche längst erreicht. Sie soll dort für Entlastung sorgen. Quellen erschließen. Wissen verbreitern und Infos liefern. Arbeiten erleichtern. Abläufe transparenter darstellen und vieles einfach besser machen.
Kein Wunder, dass es vor diesem Hintergrund schon seit Jahren heißt: „Wir müssen unsere Kinder möglichst früh und gezielt auf die digitale Welt vorbereiten.“ Doch im gleichen Maß, wie Tablets und Apps in viele Einrichtungen Einzug hielten, melden sich jetzt auch mehr Kritiker zu Wort. Grund genug, sich an einer kritischen Bestandsaufnahme zu versuchen.

Was klar sein sollte: Die Digitalisierung und der Einsatz digitaler Medien ist zwingend differenziert zu betrachten. Pauschales Einordnen in Kategorien wie „gut“ oder „schlecht“ ist wenig zielführend und auch kaum möglich. Ihr Wert bemisst sich vielmehr nach Alltagstauglichkeit und Nutzen.
Und wenn Kinder damit in Berührung kommen sollen, dann sind auch noch die Faktoren Alter und Zweck besonders relevant. Denn diese beiden „Schalter“ bestimmen maßgeblich, ob digitale Technik und eingesetzte Programme den Lernprozess beflügeln oder eher das Gegenteil bewirken.

Was in der Grundschule als sinnvoll und geeignet für den Einsatz im Unterricht erachtet wird, lässt sich naturgemäß nicht 1:1 auf die Kita übertragen.
Es gilt in einer sehr sensiblen Phase der kindlichen Entwicklung, die richtige Balance zu finden – und neben den unbestritten vorhandenen Vorzügen auch die Risiken im Auge zu behalten, die mit digitalen Medien in Kinderhänden einhergehen. Die Grundschule bewegt sich daher gerade auch hier im Spannungsfeld zwischen Befähigen und Schützen.
Kurz: Von der Grundschule wird mehr und mehr erwartet, dass sie für eine digitale Grundbildung sorgt, auf deren Basis Kinder digitale Medien zukünftig möglichst sachgerecht, selbstbestimmt, sozial verantwortlich und kreativ nutzen.
Interessante Anhaltspunkte und Hintergrundinformationen zu diesem Thema finden sich beispielsweise bei bildung.digital: Digitale Schulentwicklung: Basiskompetenzen an Grundschulen stärken.

Auf dem Feld der Digitalisierung in Kita und Grundschule, wo über das Wie, Wo, Wann und in welchem Umfang allem Anschein nach ergebnisoffen diskutiert und auffassungsgeprägt entschieden wird, lohnt sich der gegenüberstellende Blick auf die verschiedenen Ebenen:
Lange Zeit blickten wir bewundernd auf Schweden oder Finnland – die Vorreiter digitaler Bildung. Doch genau dort findet gerade ein sichtbares Umdenken statt. Schweden beispielsweise korrigiert seinen Kurs: weg von der Tablet-Euphorie der letzten Jahre, zurück zu Büchern, Stift und Papier.
Viele Fachleute verbinden diese Kurskorrektur mit einer Sorge um Basiskompetenzen wie vertieftes Lesen, Konzentrationsfähigkeit und motorische Grundlagen. Das aktuelle Credo lautet oft: Erst das analoge Fundament, dann – deutlich später als bisher – die digitale Ergänzung.
Ob diese Kehrtwende richtig ist? Bei dieser Frage sind sich Wissenschaftler und Verantwortliche keineswegs einig. Einige Forschergruppen veröffentlichten bereits Gegendarstellungen und betonen darin, dass nicht das Gerät an sich das Problem sei, sondern die pädagogische Einbettung. Digitalisierung dürfe kein Selbstzweck sein, sondern müsse gezielt mit analogen Lernaktivitäten verknüpft werden.

Bekannte Empfehlungen zu Bildschirmzeiten beziehen sich bislang weitgehend auf den privaten Bereich und die Freizeit. Mediennutzungszeiten, die in Kita oder Schule anfallen, sind hier demnach auch noch nicht berücksichtigt.
Orientierungswerte für die Freizeit (DGKJ):
Klar ist: Wenn digitale Medien den kindlichen Erlebnisraum erobern und dort einen festen Platz einnehmen, dann stehen sie in Konkurrenz zu physischen Aktivitäten wie Bewegung, Rollenspiel und freiem Gestalten. Eine große Zukunftsaufgabe wird es daher sein, beide Parts sinnvoll zu „matchen“ und so dafür zu sorgen, dass diese wichtigen Entwicklungsbausteine der Kindheit nicht ins Abseits geraten.
Wie findet ihr die richtige Balance? Nutzt ihr in eurer Einrichtung bereits gezielt analoge Gegenpole zu Tablets? Wir freuen uns auf eure Praxisbeispiele in den Kommentaren!
Herzliche Grüße, euer ALS-Team
(06.02.2026/MP
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