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Die Resonanz auf unsere Blog-Beiträge zu Kinder- und Familienschicksalen (u.a. Carlotta und Emelie) war beeindruckend groß. Deshalb setzen wir die Themenreihe „Kämpferherzen“ jetzt mit einem Bericht über ein heute 6-jähriges Mädchen fort, das eigentlich geboren wurde, um zu sterben.
Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die man selbst kaum glauben kann. Die von Liah Marie ist so eine. Es ist eine Geschichte, die emotional berührt und die zudem zeigt, wie dicht Freud und Leid beieinander stehen können. Doch der Reihe nach: Kämpferherz
Noch vor ihrer Geburt – in der 35. Schwangerschaftswoche – bekommen Liahs Eltern eine Diagnose, die ihnen den Boden unter den Füßen wegzieht: Das Baby hatte noch im Mutterleib massive Hirnblutungen erlitten und die Ärzte attestieren keinerlei Überlebenschancen.
Die Eltern bestellen den Kinderwagen ab, erkundigen sich stattdessen nach Babysärgen und Freunde organisieren einen Sternenkind-Fotografen, der vor dem Kreißsaal wartet. Der Entbindungstermin am 19. Juli 2019 fühlt sich für die Familie nicht wie der Weg zur Geburt an – sondern wie ein Abschied.Kämpferherzen
Und dann passiert das, womit niemand rechnen konnte:
Liah atmet.
Liah schreit.
Liah lebt.
Und sie kämpft seitdem – vom allerersten Moment an und jeden einzelnen Tag.
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Noch am Tag ihrer Geburt muss sie notoperiert werden. Die rechte Hirnhälfte ist zerstört und auch die linke drohte durch nicht abfließendes Gehirnwasser und steigenden Druck abzusterben. Die Prognosen sind niederschmetternd, doch Liah schreibt ihre eigene Geschichte.
Vierzehn Stunden nach ihrer Geburt atmet sie plötzlich selbstständig – gegen alle Erwartungen. In dieser Nacht beginnen ihre Eltern, zwischen Monitoren und piepsenden Geräten an ein Wunder zu glauben.

Sie ist ein fröhliches, aufgewecktes Mädchen mit einem ansteckenden Lächeln – und mit ordentlich Durchhaltevermögen im Gepäck.
Obwohl sie nur eingeschränkt sieht und auch motorisch stark beeinträchtigt ist, spielt sie mit einem Finger „St. Martin“ auf dem Klavier, schreibt ihren Namen, findet beim Memory-Spiel die richtigen Paare und überrascht immer wieder alle, die an sie glauben.
Vieles ist für sie nicht selbstverständlich. Aber aufgeben? Ist für Liah absolut keine Option. Sie turnt, übt, trainiert – seit ihrem dritten Lebenstag. Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Spezialtherapien, Sehförderung. Mehrere Termine pro Woche sind normal. Wer Liah erlebt, sieht vor allem eines: pure Lebensfreude und einen unfassbaren Willen.
Was uns genauso beeindruckt wie Liahs Stärke? Ihre Eltern. Sie kämpfen. Jeden einzelnen Tag. Sie organisieren, fahren, fördern, trösten, motivieren – und verlieren dabei nie den Glauben an ihre Tochter. Sie gehen neue Wege, informieren sich, probieren aus, bleiben stark, auch wenn die Belastung körperlich, emotional und finanziell enorm ist.
Und dabei verlieren sie nie den Blick für das Wesentliche: ihr Kind.

Ein besonderer Moment bleibt unvergessen: Heiligabend 2023. Liah macht ihre ersten eigenständigen Schritte. Erst wackelige Tapser, dann immer mehr. Heute schafft sie – je nach Tagesform – schon mehrere hundert Meter. Und jeder einzelne Schritt ist ein kleines Wunder.
Doch damit Liah all diese Fortschritte weiter machen kann, braucht sie vor allem eines: Mobilität.
Ein normales Auto reicht längst nicht mehr aus. Der Rollstuhl wächst mit ihr, zusätzliche Hilfsmittel wie ein beantragtes Therapiefahrrad müssen transportiert werden. Jede Fahrt zu Therapien ist aktuell ein Kraftakt – Umsetzen, Heben, Improvisieren. Dabei ist ein geeignetes, rollstuhlgerechtes Fahrzeug keine Komfortfrage, sondern medizinische Notwendigkeit.
Hier setzt die uns freundschaftlich verbundene Stiftung Becks & Nagel for Kids an und unterstützt Liah samt ihrer Familie mit einer klaren Mission: ein familientaugliches, rollstuhlgerechtes Fahrzeug, das Sicherheit schafft, entlastet und Teilhabe ermöglicht.
Dieses Auto bedeutet:
Liah zeigt uns jeden Tag, was Stärke bedeutet. Sie lacht. Sie wächst über die ärztlichen Prognosen hinaus. Sie gibt nicht auf und sie probiert Dinge aus, die ihr lange unmöglich erschienen. Und sie erinnert uns daran, wie viel wir gemeinsam bewegen und dazu beitragen können, dass diese Geschichte weitergeht – voller Hoffnung, voller Mut und voller kleiner und großer Wunder.

Neben Becks & Nagel for Kids engagieren sich für Liah auch folgende Institutionen:
In einem Gespräch mit Liahs Vater berichten wir in Teil 2 über die sehr speziellen Herausforderungen, die Eltern schwer erkrankter Kinder im Alltag meistern müssen.
Außerdem sprechen wir demnächst über das Schicksal von Geschwisterkindern, die oft im Schatten ihrer körperlich oder geistig stark eingeschränkten Geschwister aufwachsen und dabei nicht selten Gefahr laufen, zu kurz zu kommen.
(13.03.2026/DD)
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