Jugend forscht

Unter dem Motto „Wir suchen die Forscher von morgen!“ rief Henri Nannen, damaliger Chefredakteur der Zeitschrift stern, 1965 zur ersten Wettbewerbsrunde von „Jugend forscht“ auf. Seitdem ist viel Zeit vergangen, aber den Wettbewerb gibts immer noch!

Ausprobieren und neue Wege gehen

Experimentieren ist cool, macht Spaß und trainiert das Köpfchen. Und ganz nebenbei fördert es Geduld, Ausdauer, strukturiertes Denken und Konzentration. Manche Kinder haben einfach so viel Spaß am Ausprobieren, Knobeln und Tüfteln, dass sie längerfristig dran bleiben und ganz eigene Ideen entwickeln, die neu und einzigartig sind. Haben Sie so ein Exemplar zu Hause 😊, dann schnell bei „Jugend forscht“ anmelden!

Jugend forscht – Nachwuchswettbewerb für Neugierige

Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb wird einmal im Jahr durchgeführt. Teilnehmen können Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren.

Der Wettbewerb wird auf drei Ebenen ausgetragen:

  1. Die Teilnehmer treten zunächst im Februar bei einem der Regionalwettbewerbe an.
  2. Wer hier gewinnt, darf im März auf Landesebene starten.
  3. Dort qualifizieren sich die Sieger für den Bundeswettbewerb im Mai.

Insgesamt finden in jeder Runde bundesweit 112 Wettbewerbe statt, also genügend Möglichkeiten, sich mit eigenen Ideen einzubringen.

Wer mitmachen will, braucht nur eine interessante Fragestellung für seinen Forschungsbereich. Sieben Fachgebiete stehen für potenzielle Projekte zur Verfügung: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. 2021 haben sich beispielsweise 169 junge Tüftler mit 113 Forschungsprojekten qualifiziert.

Was wird da eigentlich so erforscht?

2021 haben es spektakuläre Projekte aufs Siegertreppchen geschafft, wie zum Beispiel ein „Löschigel“ für die Feuerwehr von Jan Heinemann (18) aus Andernach. Dieser Igel ist in der Lage, durch Düsen das Wasser großflächiger zu zerstäuben und den Löscheinsatz so effektiver zu machen.
Marik Müller (17) aus Potsdam widmete sich dem Problem, dass das Antibiotikum Florfenicol (in Landwirtschaft und Aquakultur eingesetzt) die Entstehung resistenter Keime fördert, wenn es in Böden und Gewässer gelangt. Der junge Forscher entwickelte eine Methode, um das Medikament mithilfe eines Enzyms zu spalten und somit zu inaktivieren. GENIAL!!!

2022 lautet das Motto der 57. Runde des „Jugend forscht“-Wettbewerbs „Zufällig genial?“ Hallo, ihr kleinen genialen Forscher da draußen, schnell bei „Jugend forscht“ anmelden. Und ganz wichtig: Lasst uns an euren Forschungen teilhaben!

Hier gibts Fakten

Die Stiftung Jugend forscht e. V. Zentrale befindet sich in Hamburg. Hier werden allgemeine Fragen rund um die Wettbewerbe beantwortet und es gibt Infos zu Terminen, Teilnahmebedingungen und Themen.

Jugendliche, die ein geeignetes Thema im Bereich Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik oder Technik, erforschen, sollten sich zum nächsten Wettbewerb anmelden. Anmeldeschluss ist der 30. November. Am besten gleich online anmelden!

(MP)

2 Kommentare

  1. Sarah sagt:

    Faszinierend, zu sehen, was sich die jungen Leute so alles einfallen lassen. Eine coole Idee zu haben, ist ja nicht alles, da steckt richtig viel Engagement und Durchhaltevermögen dahinter, dranzubleiben und das Ganze auch in die Praxis zu transportieren. Mein Opa hat viele Patente angemeldet und ich weiß, dass das Forschen und Tüfteln eine Heidenarbeit ist.

    1. Diana sagt:

      Hallo Sarah, ja, das Tüfteln sieht immer so easy aus, dabei ist das echt harte Arbeit. Thomas Edison brauchte fast 9000 Versuche, bis seine Erfindung der Glühlampe marktreif war. Nach dem tausendsten Versuch betrachtete ein Mitarbeiter das Projekt als gescheitert, doch Edison sagte: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühlampe baut.“

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