Interkulturelle Erziehung im Kindergarten

Bunte Republik Deutschland. So salopp lässt sich in drei Worte fassen, was unser Land inzwischen ausmacht und was unser aller Leben jetzt und in Zukunft nachhaltig beeinflusst. Deswegen ist Interkulturelle Erziehung im Kindergarten, für ein vertrautes Miteinander heute wichtiger denn je.

Und damit die gesellschaftlichen Veränderungen auch mit gegenseitigem Verständnis einhergehen können, ist die interkulturelle Erziehung im Kindergarten ein sehr wichtiger Baustein. Schauen wir also einmal nach, was hinter diesem Begriff steckt und welche Chancen für ein respektvolles Miteinander damit verbunden sind.

Geprägt vom 2-Werte-Prinzip „Gleichheit und Anerkennung“

Die interkulturelle Erziehung im Kindergarten stellt die Lebenswelten aller Kinder in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit – und die wird vom 2-Werte-Prinzip von „Gleichheit und Anerkennung“ geleitet. Oder anders gesagt: Die Kinder sollen sich ganz selbstverständlich als gleichwertig ansehen – und zwar unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion und kultureller Orientierung.

Und sie sollen ebenso offen sein für Neues und bislang Unbekanntes aus anderen Lebenswelten – und diese in all ihren Facetten ohne Vorbehalte anerkennen und wertschätzen. Sie sollen Vielfalt als Bereicherung erleben und die „Andersheit“ erst gar nicht als Bewertungsfaktor heranziehen.

Interkulturelle Akzeptanz ist längst noch nicht selbstverständlich

Reden wir hier nicht eigentlich über Selbstverständlichkeiten des von positiven Gedanken und Verhaltensweisen geprägten Zusammenlebens in einer multikulturellen, multiethnischen Gesellschaft? Leider nein! Denn so vorbehaltlos wie Kinder auf die Welt kommen, so schnell übernehmen sie auch Gedankenmuster und Verhaltensweisen ihrer Bezugspersonen. So geprägt besteht die Gefahr, dass sie sich nur an „ihrer eigenen kleinen Welt“ orientieren und sie als einzig maßgebend für alle anderen ansehen.

Damit hier früh ein deutlich weiterer Horizont aufgezeigt wird, ist selbstverständlich die Familie in die interkulturelle Erziehung einzubeziehen. Denn auch die Eltern und das familiäre Umfeld sollte diesen weltoffenen Ansatz befürworten und die Kinder zu einem toleranten Miteinander anleiten. Dass man die eigenen Wurzeln und Werte dabei nicht über Bord werfen muss, versteht sich von selbst.

Interkulturelle Erziehung im Kindergarten begreift Vielfalt als Normalität

Kindergärten bieten – genau wie Schulen – Räume, wo Kinder spielerisch und ganz selbstverständlich Sprache und soziales Verhalten erleben und erlernen können. Und diese Räume gilt es, menschenverbindend zu nutzen und auszugestalten. Dies fängt tatsächlich mit der Gestaltung der Räumlichkeiten an. Und setzt sich bei den zur Verfügung gestellten Spielzeugen und Materialien fort.

Jedes Land und jede Kultur bringt hier Besonderheiten mit, die sich thematisch aufgreifen lassen und in denen Kinder auch ganz schnell Gemeinsamkeiten entdecken. Unterschiedliche Bräuche, Feste, Rituale: Was kann für Kinder spannender sein, als in Geschichten und Erzählungen die Welt und ihre unterschiedlichen Gesichter zu entdecken und auf diesen Gedankenreisen am Ende doch immer wieder festzustellen, wie viel uns Menschen doch verbindet?

Und wie steht ihr zum Thema „interkulturelle Erziehung im Kindergarten?“

Wie sind eure bisherigen Erfahrungen und welchen Stellenwert gebt ihr diesem Thema? Lasst es uns gerne wissen … das Kommentarfeld ist eure Bühne zum Mitreden.

(12.08.2022/WH)

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2 Kommentare

  1. Letitia Frese sagt:

    Spannendes und sicher im Kindergartenalltag auch nicht ganz einfach zu bewegendes Thema. Mich würde da interessieren, wie es in einzelnen Einrichtungen gelebt und umgesetzt wird. Plant ihr diesbezüglich eine Fortführung des Themas?

    1. Diana sagt:

      Liebe Letitia, vielen Dank für deine positive Rückmeldung. Ja, wir bleiben auf jeden Fall an diesem Thema dran, denn es ist ja Teil unseres Alltags und kann (und sollte auch) in all seinen Facetten dargestellt und beleuchtet werden.

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