Hallo, ich bin´s die Mimi

Jetzt bin ich im ALS-Verlag schon einige Wochen als Bürohund bzw. „First Lady“ im Amt und ich denke, es ist an der Zeit, mich hier mal kurz vorzustellen und euch mit einem herzlichem Wuffeln zu begrüßen.

Mein Name ist Mimi – und den haben mir meine Futtergeber verpasst, als ich Mitte März im Alter von 4,5 Monaten bei ihnen aufkreuzte. Davor hieß ich Bonnie und ich kam in einer ziemlich großen Zucht in einer Kurstadt im Landkreis Siegen-Wittgenstein zur Welt.

Mimi hat gesundheitlich nix zu lachen … und entdeckt trotzdem die Welt mit großen Labbi-Augen

An das riesige Rudel hinter dem langen Zaun kann ich mich zwar nicht mehr so genau erinnern. BleibendeIMG 3694 Andenken gibt’s aber trotzdem. Da wäre einerseits die Narbe an meiner Schnauze, die mir eins der großen Rudelmitglieder verpasst hat – so viel zum Thema Welpenschutz. Und – was viel schlimmer ist – die vielen gesundheitlichen Probleme, die ich von dort mitgebracht habe.

Ob mich Herrchen und Frauchen überhaupt bei sich aufgenommen hätten, wenn sie von denen gewusst hätten? Ich weiß ja nicht, aber zum Glück haben sie es getan. Dass mit mir etwas nicht stimmte, ist ihnen schon in den allerersten Tagen aufgefallen. Ich hatte nämlich wahnsinnig viel Durst und war permanent unruhig. Also sind sie mit mir zur aus dem TV bekannten Tierärztin mit Herz gegangen und haben mich gründlich untersuchen lassen.

Mimi hatte viele unerkannte gesundheitliche Probleme im Gepäck

„Arme Mimi“, hat die Frau Doktor gesagt, denn was beim Check-up herauskam, war für alle ein echter Schock. Kaum ein im Befundbericht aufgelisteter Blutwert bewegte sich bei mir im Normalbereich. Ich weiß noch genau, wie besorgt alle geschaut haben, als sie von den stark erhöhten Leukozyten und dem viel zu hohen Phosphatgehalt in meinem Blut gelesen haben.

Die hatten echt Angst um mich und waren gleichzeitig auch noch richtig sauer auf die Züchter, die sich ihrer Meinung nach einfach nicht ausreichend um mich gekümmert haben. Vollständig geimpft war ich leider auch nicht und neben Würmern und bösen Ohrmilben hatte ich auch noch eine hartnäckige Scheideninfektion im Gepäck.

Gute Züchter kümmern sich, fragwürdige gehen einfach auf Tauchstation

Mein bisheriges Labbi-Leben war also kein reines Zuckerschlecken und Spritzen, Medikamente und Spezialfutter gab und gibt es reichlich. Demnächst steht eine neue Blutuntersuchung an und alle sind natürlich gespannt, ob sich durch die Behandlung endlich alles zum Guten wendet.

Ich hoffe es natürlich auch, denn ich will ja noch lange leben. Bis wir durch den nächsten Befund mehr wissen, gebe ich mir große Mühe, um mein Futtergeber-Duo aufzuheitern und abzulenken. Dazu habe ich mir beispielsweise ein Gartenumgestaltungsprogramm einfallen lassen, das täglich neue Überraschungen bereithält.

Mimi hält fit

Seit ich im Haus bin, zieht mein Herrchen übrigens auch wieder regelmäßig die Laufschuhe an und sitzt1C350EB4 B74F 4887 BA3A 6071E813E524 nicht nur faulpelzig rum. Er sagt zwar, dass er es nur für mich macht, weil Mimi ja Bewegung brauche, aber ich bin mir sicher, dass es ihm und seinen Speckbauchröllchen auch ganz gut tut.

Auf unseren frühmorgendlichen Laufrunden haben wir schon allerhand gesehen und erlebt. Ich habe Bekanntschaft mit Rehen und Pferden gemacht, Füchse, Marder und Eichhörnchen gesehen und einer unaufmerksamen auf einem Mäuerchen sitzenden Krähe habe ich sogar schon mal an den Schwanzfedern gezuppelt. Die hat sich genauso erschrocken wie ich und ist laut zeternd weggeflogen.

Mein Frauchen achtet penibel darauf, dass ich alle Medikamente nehme und hat dafür die Leberwurstpraline erfunden. Morgens und abends packt sie da die Pillen rein und schwupps sind die dann auch gleich drin im Hund. Ganz nebenbei habe ich so auch das große Leberwurst-Diplom erworben, denn ich kann jetzt ganz viele Sorten unterscheiden.

Fortsetzung folgt

So viel für den Moment. Wie es mit mir gesundheitlich weitergeht und wie sich unsere beiden anderen Bürohunde mit mir vertragen, davon will ich euch in einer nächsten Folge berichten.

Eins möchte ich aber schon jetzt all den potenziellen Herrchen und Frauchen mit auf den Weg geben, die sich demnächst einen Hund anschaffen wollen. Lasst euch Zeit für eure Entscheidung und schaut genau hin, bevor ihr einem Züchter euer Vertrauen schenkt. Denn hinter manch wunderschönem Webauftritt und den dort toll erzählten Wohlfühlgeschichten steckt – wenn ihr Pech habt – am Ende doch nur ein geschäftstüchtiger Vermehrer, dem es statt ums Tierwohl doch eher nur ums Geldverdienen geht.

Ausführliche Infos, worauf ihr achten solltet und wie ihr seriöse Züchter erkennt, findet ihr beispielsweise hier.

Alles über unsere tollen Bürohunde könnt ihr hier nachlesen.

(30.08.2022/WH)

2 Kommentare

  1. Claudia Bähre sagt:

    Ich kenne aus dem Freundeskreis einen ähnlichen Fall, der nicht nur an den Nerven der Tierhalter zehrte sondern auch ordentlich aufs Konto drückte. Drücke deshalb eurer Mimi meine Daumen, dass am Ende alles gut wird.

    1. Diana sagt:

      Hallo liebe Claudia,
      lieben Dank für deine guten Wünsche. Mimi freut sich sehr darüber 💛 und schickt eine „Schwanzwedelung“ mit.

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