Bastelknirpse in Aktion – Das Wildbienen Zuchtset Teil 1

Summ, summ, da tut sich was!

Die Bastelknirpse Liam und Naele sind unter die Bienenforscher gegangen und testen unser Wildbienen Zuchtset. Mit unserer Bildergalerie seid ihr beim ersten Teil – also beim Aufbauen und Platzieren des Nistkastens – quasi dabei.

Ihr denkt jetzt vielleicht: Ah, interessant, Wildbienen züchten klingt cool, aber was sind eigentlich Wildbienen? Deshalb gibt’s hier jetzt ein paar Facts zur Wildbiene. Dass Bienen bedroht sind, wisst ihr bestimmt. Wer dabei an die Honigbiene denkt, liegt zwar nicht falsch, doch die Wildbiene ist sogar in noch viel größerer Gefahr. Denn: Fast die Hälfte der rund 560 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten ist laut der Roten Liste gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Und das ist schlimm, denn die fleißigen Tierchen sind hervorragende Bestäuber von Obstbäumen, Gemüsepflanzen und Blumen.

Wildbienen – so gar nicht wild und super fleißig

Mit unserem Set züchtet ihr die Wildbienenart der Roten Mauerbiene (auch Rostrote Mauerbiene genannt). Wieso gerade die? Die Rote Mauerbiene fühlt sich überall in Deutschland wohl und mag Gärten und Parks besonders gern. Sie stammt also von hier und das ist elementar, weil Wildbienen nur die Pollen sammeln, die sie kennen. Wer hierzulande fremde Wildbienen züchten will, läuft Gefahr, dass die Tiere hier keine Nahrung finden. Es ist also superwichtig, darauf zu achten, nur einheimische Wildbienen-Kokons einzusetzen.

Ein weiterer Pluspunkt für die rote Mauerbiene ist, dass sie (wie eigentlich alle Wildbienen) super friedlich ist. Die Weibchen haben zwar einen Stachel, aber den setzen sie nur bei absoluter Lebensgefahr (z.B. wenn sie gequetscht werden) ein. Weil Wildbienen keine Honigvorräte und auch keine Königin beschützen müssen, haben sie auch weniger Feinde und müssen nicht so wehrhaft sein wie ihre honigliebenden Kollegen.

Was den Nistplatz betrifft, sind Wildbienen ausgesprochen flexibel. So ist es auch ohne speziellen Nistblock ganz leicht möglich, ihnen einen prima Lebensraum einzurichten. Sie beziehen gern morsche Bäume, in denen es Käferfraßgänge gibt oder alte Schilfmatten. Außerdem lieben sie Löcher im Verputz von Hauswänden, Bohrlöcher in Holzregalen oder alte Gummischläuche. Es gibt also viele Möglichkeiten, den Bienchen Nistgelegenheiten anzubieten. Wenn Ihr Glück habt, finden die Wildbienen in eurer Nähe einen Platz besonders toll und nisten sich dort häuslich ein.

Ein Nistblock macht das Beobachten leicht

Habt ihr einen Nistblock, so wird der vor Wind und Regen geschützt, an einem sonnigen Platz aufgestellt. Am besten natürlich auf Augenhöhe, damit ihr das wilde Treiben später gut beobachten könnt. Unser Nistblock besteht übrigens nicht nur aus sechs Nistbrettern, in die die Wildbienen ihre Eier legen können, sondern er hat auch eine Schlüpfplatte und eine herausziehbare Beobachtungsschublade. Hier lässt sich der Entwicklungszyklus (Metamorphose) super beobachten und dokumentieren. Ihr solltet den Nistblock sauber halten und ihn im Winter gut abdecken bzw. abbauen.

Die einheimische Mauerbiene ist ein echtes Schleckermäulchen – sie sammelt Pollen und Nektar von Obstbäumen, Brombeeren, Himbeeren, Rosen, Weiden, Raps, Klee und Taubnesseln. Deshalb ist es wichtig, dass sich diese Pflanzen in unmittelbarer Nähe des Nistblocks befinden. Unmittelbar heißt etwa 300–1500 m weit entfernt, denn das ist der Radius, den die Brummsler für ihre Nahrungssuche zurücklegen.

Beachtet ihr alles, wird es von April bis Juni rund um die Nistgelegenheiten überall summen. Die Tierchen suchen Nahrung, legen Eier und bauen Nester. Es gibt also richtig viel zu sehen und das ist nicht nur für Kinder ein tolles Erlebnis.

Es gilt also: Bee caring – denn damit helft ihr, die Wildbienen und unsere Natur zu erhalten! Kleiner Tipp: Wenn ihr nachlesen wollt, was den verschiedenen Wildbienenarten so schmeckt und was sie zum Happysein brauchen, ist die Seite der Naturgartenfreunde perfekt.

So, dieses war der erste Streich und der zweite folgt sogleich. Ihr habt heute schon so einiges über die Wildbienen erfahren. Bleibt dran, im zweiten Teil zeigen euch die Bastelknirpse, wie die Bienen im Nistkasten einziehen. Wir verraten nur so viel: Die kleinen summsigen Wildfänge sind wahre Wundertüten und sorgen für ungeahnte Schnappschüsse und Videoclips.

(MP)

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