Experimente mit UV-Strahlung – Wir messen die Wirkung der Sonnenstrahlen

Bei den aktuellen heißen Temperaturen gibt es nichts Besseres, als den Tag im Freibad, am Badesee oder gar am Strand zu verbringen. Gemütlich auf der Decke oder im Liegestuhl chillen und ab und zu ins kühle Nass hüpfen. Wer macht sich da schon Gedanken um zu hohe UV-Strahlung?

Mit meiner achtjährigen Nichte werden solche Unternehmungen für mich immer ein wenig stressig. Damit ich die Kleine abends ohne Sonnenbrand wieder zuhause abliefern kann, bin ich den ganzen Tag superaufmerksam und schaue, dass sie sich nicht zu lange in der Sonne tummelt. Dabei bin ich mir nie so ganz sicher, wie hoch die UV-Strahlung und damit die Sonnenbrandgefahr eigentlich gerade ist.

Sonnenstrahlen – sorgen für Bräune und manchmal für „autsch“

Wenn ich mit einem T-Shirt ankomme, sie bitte, unter den Schirm zu kommen oder mit der Sonnencreme anrücke, guckt sie immer mega genervt und findet mich eindeutig „overprotective“.

Klar, denn beim Toben im Freien oder im Wasser spüren wir die Sonne so gut wie nicht. Wie soll ein Kind denn verstehen, wie risky die Auswirkungen eines langen Freibadtages auf die Haut sein können?

Wir erforschen die Wirkung von Sonnenschutz

Zum Glück habe ich den UV-Detektor entdeckt. Ein kleines Gadget, mit dessen Hilfe sich tolle02 40.551 Experimente durchführen lassen. So können auch kleine Forscher schon genau sehen, dass Sonnenstrahlen echt viel „Wumms“ haben. Und noch wichtiger: Jeder kann selbst ausprobieren, wie gut T-Shirt, Schatten, Sonnencreme oder Sunblocker gegen die Strahlen schützen.

Doch schön der Reihe nach:

Was ist ein UV-Detektor überhaupt und was kann er?

Der UV-Detektor ist ein kleines, etwa 12 Zentimeter langes Röhrchen, in dem sich UV-Perlen befinden. Ohne Sonneneinstrahlung sind diese weiß. Wenn die Sonne draufscheint,01 40.551 verfärben sie sich lila. Je dunkler die Perlen werden, desto höher ist die UV-Strahlung. An einer Skala lässt sich ganz easy ablesen, wie hoch die aktuelle Sonnenbrandgefahr ist.

So und jetzt geht’s ans Experimentieren:

Versuch 1: In der Sonne

Der UV-Detektor liegt neben uns auf der Decke in der Sonne. Schon nach kurzer Zeit melden die UV-Perlen: Stufe 4. Die UV-Strahlung ist also richtig hoch.

Versuch 2: Im Wasser

Wenn es in der Sonne zu heiß wird, springen wir ins Wasser. Sind wir da vor UV-Strahlung geschützt? Nein, nicht wirklich – der UV-Detektor zeigt Stufe 3 an.

Fact: Wasser + Sonne ist eine besonders riskante Kombi, denn Wassertropfen auf der Haut sind quasi kleine Lupen, welche die Wirkung der Sonnenstrahlen sogar noch verstärken.

Versuch 3: Weißes T-Shirt

Damit die kleine Forscherin beim Experimentieren wenigstens etwas geschützt ist, ziehe ich ihr ein weißes T-Shirt über. Und klar, auch der UV-Detektor wird zum Test von einem weißen Shirt bedeckt. Aha, das Textil schützt tatsächlich – die Perlen zeigen Stufe 2 an.

Versuch 4: Im Schatten

Nach einer Weile in der Sonne gehts ab unter den Baum in den Schatten. Logo, der Detektor kommt mit und zeigt Stufe 2 an.

Versuch 5: Badekleidung

Wenn wir nach einem langen Freibadtag Badehose oder Badeanzug ausziehen, sind weiße Streifen auf der Haut zu sehen – das lässt vermuten, dass Badeklamotten die Sonne gut abhalten. Richtig: Mit der Badehose über dem Detektor verfärben sich die Perlen nur helllila – also Stufe 1.

Versuch 6: Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20

So, jetzt wollen wir mal sehen, ob die Schmiererei tatsächlich was bringt. Der Detektor liegt in der Sonne und erhält eine Schicht Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20. Ergebnis: Stufe 3.

Versuch 7: Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30

Lichtschutzfaktor 20 bietet wohl noch keinen ultimativen Schutz – also muss was Stärkeres her: Eine Schicht Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 signalisiert schon eine bessere Wirkung: Der Detektor zeigt nur noch Stufe 2 an.

Versuch 8: Sunblocker mit Lichtschutzfaktor 50

Jetzt wollen wir es aber genau wissen und rücken dem UV-Detektor mit Sunblocker zu Leibe. Und Tadaa: Er regelt sich auf Stufe 1 runter.

UV-Detektor – unser Fazit beim Messen der UV-Strahlung

Es hat großen Spaß gemacht, zu UV-Detektiven zu werden und im Experiment herauszufinden, wie stark die UV-Strahlung unter den jeweiligen Voraussetzungen ist. Für Kinder ist das super nachvollziehbar und sie erkennen die Notwendigkeit, wenn sie mit T-Shirt oder Sonnencreme konfrontiert werden oder in der Mittagszeit, in der die Sonne am heißesten brennt, mit einem Plätzchen im Schatten Vorlieb nehmen sollen.

Wer die Anzeige des UV-Detektors beachtet und richtig darauf reagiert, kann sich vor schädigender UV-Strahlung und Sonnenbrand schützen. An diesem Nachmittag griff die Kleine sogar selbstständig zum Shirt oder zur Cremetube – mal sehen, wie lange diese neue Erkenntnis wohl anhält. 😎

(20.08.2022/DD)

Mehr Tipps für den Sommer findet ihr hier.

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