BLANKI-Schulkindpass

Ich komme bald in die Schule – was muss ich da können? Diese Frage stellen viele Kinder ihren Eltern und auch uns Erzieher:innen im Kindergarten. Um allen Beteiligten die Unsicherheit zu nehmen und Pädagog:innen, Eltern und Kindern einen kleinen überschaubaren Fahrplan an die Hand zu geben, wurde der BLANKI-Schulkindpass entwickelt.

Das kann ich schon – und das möchte ich noch lernen

Der BLANKI-Schulkindpass eignet sich perfekt, um gemeinsam mit den Kindern verschiedeneSKP 4 e1656488828943 Lernfelder wie Fein- und Grobmotorik, Sprachverständnis, Selbstständigkeit, Rhythmik, Ordnung, Ausdruck, spielerisch zu beleuchten. Anhand von animativen Bildern erkennen die Kinder sofort, welche konkrete Aufgabe jeweils formuliert wird z.B. „Ich kann Roller fahren“, „Ich kann eine Schleife binden“, „Ich kenne Wochentage, Monate und Jahreszeiten“.

Doch der Schulkindpass soll kein Lernzielkatalog sein, der stur Fähigkeiten abfragt und einfordert, sondern ein Laufzettel, der durch Herausforderungen und spielerische Aufgaben den Kindern ein hohes Maß an Wertschätzung sich selbst wie auch anderen gegenüber vermittelt.

Erlebnisfelder bieten Anreize

SKP2 e1656488961706Auf 10 Seiten finden sich viele verschiedene und auch für das Kind gut erfassbare Lern- und Erlebnisfelder. Gelingt es dem Kind, eine der genannten Aufgaben zu bewältigen, wird der Erfolg mit Datum, Unterschrift und Stempelabdruck dokumentiert und das entsprechende Bild angemalt. So wird der BLANKI-Schulkindpass im Lauf der Zeit immer bunter und der Fortschritt deutlich nachvollziehbar. Am Ende der Kindergartenzeit hat jedes Kind seinen eigenen Schulkindpass, der seine Leistungen abbildet und den es mit nach Hause nehmen kann.

Für Kinder ist es sehr motivierend, die eigenen Lernfortschritte so bildhaft zu dokumentieren. Denn der Blick auf das eigene Können macht stolz und mit jeder weiteren gestalteten Seite wächst das Selbstbewusstsein.

Flexibler Ablauf je nach Begabung

Da die Reihenfolge der zu erwerbenden Fertigkeiten nicht festgelegt ist, kann jedes Kind entsprechend eigener Präferenzen und Talente und im selbst gewählten Tempo nach und nach alle Lernfelder angehen.

Gelingt eine Aufgabe nicht auf Anhieb, ermutigt dies das Kind, sich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals damit zu befassen und mit etwas Übung und Ausdauer glückt es in der Regel, bis zum Ende der Vorschulzeit alle Lernbereiche zu bewältigen.

Lücken als Motivationsschub

Werden die Pässe so aufbewahrt, dass sie für die Kinder immer zugänglich sind, regt das zu weiteren Versuchen und Lernfortschritten an. Die Kinder blättern in regelmäßigen Abständen in ihren Schulkindpässen und erkennen, wo sich noch Lücken befinden. Sie sehen auf diese Weise ganz bildhaft vor sich, was sie schon alles können und vergleichen ihre Leistungen ganz ohne Druck auch mit anderen – dies fördert die Motivation, sich zu verbessern und sich an Neues heranzuwagen.

Raum für individuelle Talente und Fähigkeiten

Neben den vorgegebenen Aufgaben finden sich im Pass auch freie Bereiche, die individuell ausgefüllt werden können. Beherrscht ein Kind etwas, das im Pass keine Erwähnung findet, lässt sich dies an solchen Stellen eintragen und wird dann ebenso mit Datum, Unterschrift und Stempelabdruck dokumentiert.

Diese personalisierbaren Bereiche sind besonders wichtig, um dem Kind zu zeigen, dass es etwas Besonderes ist, denn jedes Kind kann eine Sache besser als die anderen oder hat Talente, die es einzigartig machen.

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Transparenz für Eltern

Heutzutage sind viele Eltern ein wenig überfürsorglich und versuchen, ihrem Kind möglichst alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Doch dies ist keine Hilfestellung, sondern behindert das Kind in seiner Entwicklung zur Selbstständigkeit. Der BLANKI-Schulkindpass macht für Eltern transparent, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten altersgemäß sind und sie erleben mit Stolz, wie ihr Kind, Aufgabe für Aufgabe meistert. Das nimmt Eltern die Unsicherheit in Bezug auf die Frage, ob ihr Kind wirklich „fit“ für die Schule ist. Sie werden motiviert, ihrem Kind auch zu Hause mehr zuzutrauen und es damit auf seinem Weg zur Selbstständigkeit zu fördern.

Der BLANKI Schulkindpass – mein Fazit

Ich finde das Konzept des Schulkindpasses sehr gelungen, denn darin vereinen sich viele verschiedene Erlebnisfelder, die durch die konkreten Aufgabenstellungen ganz lebensnah und praxisbezogen präsentiert werden. Die Kinder haben großen Spaß daran, sich die einzelnen Aufgaben vorlesen zu lassen und können sich auch später noch anhand der Bilder gut daran erinnern, sodass sie immer wissen, welche Aktion mit dem jeweiligen Bild in Verbindung steht.

Meinem Empfinden nach nehmen die Kinder ihre eigene EntwickSKP 7lung bewusster wahr und erleben ihr Können, Wissen und Empfinden intensiver.

Gegenseitiges Blättern in den Schulkindpässen führte zu Gesprächen wie: „Was, du kannst schon eine Schleife binden – das will ich auch können.“ Und daran anschließend war die Motivation, die jeweilige Fähigkeit ebenfalls zu erlangen, besonders groß. Wir achteten aber gezielt darauf, dass der Konkurrenzdruck nicht zu groß wurde, indem wir den Kindern auch aufzeigten, dass nicht nur die Lücken im Pass Beachtung finden, sondern dass sie anhand der vielen bereits ausgemalten Bildern auch sehen können, was sie schon alles gelernt haben. So erlangen sie ein Bewusstsein über eigene Stärken und Schwächen und entwickeln ganz spielerisch Toleranz und Akzeptanz. Indem die Kinder zu ihren eigenen Stärken und Schwächen stehen, entfaltet sich auch ihre Individualität.

Alles zum Thema Schule findet ihr hier.

(29.06.2022/Katrin Weitzer, DD)

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